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Demo vor dem Tierversuchslabor: Ingrid van Bergen unterstützt "Lobby pro Tier"

Die Schauspielerin Ingrid van Bergen (82, Mi.) und viele weitere Tierfreunde sprechen sich vehement gegen Tierversuche aus (Foto: oh)
bc. Mienenbüttel. Der Druck auf das Tierversuchslabor in Neu Wulmstorf-Mienenbüttel nimmt weiter zu. Am Donnerstag demonstrierten etwa 50 Tierfreunde aus Niedersachsen und Hamburg - darunter auch Mitglieder der Bürgerinitiative "Lobby pro Tier" - vor dem "Laboratory of Pharmacology and Toxicology" (LPT) gegen barbarische „Botox“-Tierversuche an Mäusen. Prominente Unterstützung erhielten die Tierschützer von der Schauspielerin Ingrid van Bergen (82) aus Eyendorf (Landkreis Harburg). Seit vielen Jahren ist die frühere RTL-Dschungelkönigin engagierte Tierschützerin und als Ehrenmitglied der "Partei – Mensch, Umwelt, Tierschutz" aktiv. Van Bergen spricht sich vehement gegen Tierversuche aus, wollte vor Ort ein persönliches Zeichen für die gequälten „Botox“-Mäuse setzen.

Nach Angaben der Bürgerinitiative testet das LPT verschiedene Botox-Produkte an Mäusen für die Frankfurter Firma "Merz". Die kleinen Tiere sterben zu Tausenden einen qualvollen Erstickungstod. Hintergrund: Das Nervengift Botox wird in der Schönheitsindustrie als Faltenglätter verwendet.

„Lobby pro Tier“ hat sich mit der Demo an der europaweiten Aktion gegen Botox-Tierversuche beteiligt. Sprecherin Sabine Brauer: "Seit 2012 gibt es einen behördlich genehmigten tierversuchsfreien Test, aber das LPT lässt weiterhin Mäuse bei vollem Bewusstsein ersticken."

Der bundesweit tätige Verein "Ärzte gegen Tierversuche" geht von jährlich 34.000 Mäusen aus, an denen die Botox-Produkte beim LPT getestet werden. Offizielle Zahlen werden geheim gehalten. Vor einem Jahr hatte der Verein über 60.000 Unterschriften an die Hamburger Behörde übergeben, die die Tierversuche genehmigt – ohne Erfolg.

Gemeinsam mit seinen Partnern will der Ärzteverein erneut auf das „himmelschreiende Unrecht aufmerksam machen, dass tausende Tiere einen qualvollen Tod sterben müssen, nur weil sich Menschen ihre Falten wegspritzen lassen wollen und obwohl längst ein tierversuchsfreier Zelltest vorhanden ist“, mahnt Corina Gericke, Vizevorsitzende von "Ärzte gegen Tierversuche".

Obwohl Botox-Produkte zu einem großen Teil zu kosmetischen Zwecken verwendet werden, greife das Verbot von Kosmetik-Tierversuchen nicht, da die Produkte zu medizinischen Zwecken zugelassen seien, so Gericke.