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400 Buchholzer zeigen bei Kundgebung Gesicht gegen NPD-Demo

Buchholz zeigte Gesicht: Rund 400 Teilnehmer kamen zur Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts
ce. Buchholz. "Uns alle empört, dass hier heute rechtsradikale Aktivisten unter dem Deckmantel eines bürgerlichen Protestes ihre fremdenfeindlichen Parolen loswerden wollen!" Das erklärte Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse am Sonntag bei der Kundgebung "Buchholz zeigt Gesicht - Für Demokratie, Toleranz und Vielfalt" vor rund 400 Teilnehmern auf dem Peets Hoff. Gemeinsam mit Mitgliedern aller im Rat vertretenen Parteien hatte Röhse zur friedlichen Demonstration gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Organisiert wurde sie vom 2009 gegründeten Bündnis gegen Rechts, dem unter anderem die Stadt, Gewerkschaften, die Ratsfraktionen, Kirchen und weitere Institutionen angehören. Anlass der Kundgebung war eine NPD-Demo im Bereich des Thomaswegs, bei der knapp 20 Rechtsextremisten auch aus der örtlichen Szene unter dem Motto "Die Sicherheitslage in Deutschland" Stimmung gegen Asylbewerber machen wollten.
"Für mich sind Flüchtlinge keine Bedrohung. Vielmehr sind für mich diejenigen eine Bedrohung, die hasserfüllte, fremdenfeindliche Parolen in der Dunkelheit an Flüchtlingsunterkünfte malen", betonte Jan-Hendrik Röhse. Er sei "stolz auf die tolle Willkommenskultur in Buchholz", wo denen, die vor Krieg und Terror fliehen, Schutz und Hilfe geboten würden. "Refugees Welcome - Flüchtlinge sind willkommen in Buchholz", stellte auch Bea Trampenau von der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh klar. Trampenau hatte die Kundgebung mit initiiert. "Die Geflüchteten kommen nicht hierher, um sich zu bereichern. Sie bereichern uns mit ihren Kulturen und Werten."
Insgesamt rund 250 Polizeibeamte - darunter auch Ordnungshüter der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg, Göttingen und Oldenburg sowie der Bundespolizei - waren bei den Kundgebungen im Einsatz. Sie konnten etwa 120 Angehörige der autonomen Szene von den Versammlungen fernhalten. Ein junger Mann kletterte auf das Dach eines Gebäudes nahe der NPD-Demo, um diese durch Zwischenrufe zu stören. Die Polizei nahm den Mann vorübergehend in Gewahrsam. Die mit dem Zug angereisten NPD-Demonstranten wurden auf dem Rückweg zum Bahnhof vorsorglich von der Polizei begleitet.