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Präventive Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner in Winsen

Die Brennhaare der Larven des Eichenprozessionsspinners können Allergien auslösen
thl. Winsen. Aufgrund der Ausbreitung von Eichenprozessionsspinnern in den vergangenen Jahren (das WOCHENBLATT berichtete) hat sich die Stadt Winsen entschlossen, Bäume auf dem Gelände der Kindertagesstätte in Borstel, der Grundschule Luhdorf und bestimmten Spielplätzen vorsorglich einer Spritzung mit "Dimilin 80 WG" zu unterziehen. Der Wirkstoff Diflubenzuron ist seit rund 30 Jahren im Einsatz und als Häutungshemmer bekannt.
Die Spritzung wird Mitte Mai stattfinden. Den genauen Termin will die Verwaltung rechtzeitig mitteilen. Die behandelten Flächen können frühestens nach Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten oder angefasst werden. Je nach Witterung kann die Abtrocknungszeit bis zu einer Stunde betragen.
Hintergrund: Von den Brennhaaren der älteren Larven der Eichenprozessionsspinner (ab dem dritten Larvenstadium) geht eine gesundheitliche Gefahr für den Menschen aus. Die mit Widerhaken versehenen Haare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das eine Überempfingdlichkeitsreaktion des Immumsystems auslöst. Unmittelbar nach dem Hautkontakt kommt es zu einer allergischen Reaktion. Sie kann sich durch einen unangenehmen Juckreiz und Hautentzündungen bis hin zur Nesselsucht äußern. Werden Augen kontaminiert, kommt es häufig zu Reizungen. Beim Einatmen der Brennhaare kann es zu einer Reizung der oberen Atemwege bis hin zur Atemnot kommen. Auch Allgemeinsymtome wie Schwindelgefühl und Fieber sind möglich. Die Raupenhaare lagern sich besonders im Unterholz bzw. Bodenbewuchs an und haften an Kleidern und Schuhen. Aufgrund der langen Wirkungsdauer der Brennhaare werden so immer neue Reaktionen ausgelöst.
Für weitere Rückfragen steht die Stadtverwaltung unter Tel. 04171 - 657178 zur Verfügung.