Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Winsener Schlosswappen wurde restauriert: Gut gebrüllt, alter Steinlöwe

Vor dem wegen Bauarbeiten eingerüsteten Schlosseingang (v. li.): Rosemarie Wegener, Angelika Malchert, Hellmut Büttner, Dr. Herbert Schwiegk, Albert G. Paulisch und Peter Furmanek
ce. Winsen. Wieder um einen historischen Farbtupfer reicher ist das Winsener Schloss: Über dessen Eingang wurden jetzt das Wappen von Herzogin Dorothea, die von 1593 bis 1617 im Schloss residierte, und die flankierten steinernen Löwen aufwendig restauriert. Möglich machte dies die Arbeitsgemeinschaft (AG) Schloss im Heimat- und Museumverein Winsen mit Unterstützung zahlreicher großzügiger Geldspender.
Die Löwen waren im Laufe der Jahrhunderte durch Witterung und Umwelteinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Mit Genehmigung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz baute Restaurator Peter Furmanek aus Hannover die Löwen ab, reinigte sie und stellte sie in "wetterfeste" Vitrinen im Schloss. Aus Steinersatzmasse formte Furmanek dann Kopien der Tiere und postierte sie über den Schlosseingang. Da auf den fast verblichenen Originalen im Labor noch alte Farbspuren sichtbar gemacht wurden, konnten den Nachfolgern die ursprünglichen Farben aus der Entstehungszeit verliehen werden. Das im Original erhalten gebliebene, auch aus Sandstein gefertigte Wappen wurde authentisch nachkoloriert, schadhafte Stellen besserte Furmanek perfekt aus.
Hauptsponsoren der gut dreimonatigen Restaurierung für knapp 9.200 Euro waren "Schloss-Liebhaber" und Amtsgerichtsdirektor Albert G. Paulisch (4.000 Euro), Dr. Herbert Schwiegk im Namen des Rotary Clubs Winsen (2.000) sowie Rosemarie Wegener (2.000 Euro) und Angelika Malchert (1.000 Euro) als Privatpersonen.
"Es ist toll, das wir mit dieser Maßnahme ein gutes Stück weitergekommen sind, unser schönes Bauwerk für nachkommende Generationen zu erhalten", sagte Heimat- und Museumvereinsvorsitzender Hellmut Büttner.