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Bahnhofstraße - Die vergessene Straße

Symbolisch für den Zustand der Bahnhofstraße: der Schandfleck "Riedels Eck"
thl. Winsen. Als die Stadtverwaltung kürzlich im Fachausschuss Ideen zur Neugestaltung der Innenstadt vorstellte (das WOCHENBLATT berichtete), plädierte Ratsherr Wilfried Rieck (Winsener Liste) dafür, die Bahnhofstraße in die Planung einzubeziehen. Mit gutem Grund: Denn die Bahnhofstraße gilt in Winsen als vergessene Straße. Schon lange beschweren sich Bürger darüber, dass in der Straße nichts passiert. "Mittlerweile macht die Bahnhofstraße ihren Namen alle Ehre und hat teilweise den Charme eines Bahnhofsviertels in der Großstadt", so ein Anwohner. "Leerstand, Frisörläden, Blumengeschäfte - das Angebot hier lockt auch keinen Hund hinter dem Ofen hervor", bemängelt ein Geschäftsmann. "Und es wird immer schlimmer." In der Tat: Im südlichen Teil der Straße stehen gleich drei aufeinander folgende Läden leer. Ein Stückchen weiter in Richtung Bahnhof sind die Fenster der ehemaligen Bäckerei Rundt verklebt und nur wenige Meter dahinter prangt der Dauerschandfleck "Riedels Eck".
Das Bahnhofstraßenfest, dass jedes Jahr im Juni gefeiert wurde, ist ersatzlos gestrichen. "Es ist einfach nur trostlos bei uns in der Straße", sagt ein Verkäufer. Er sieht dabei auch die City Marketing in der Pflicht. "Die Innenstadt besteht nicht nur aus der Rathausstraße", sagt er und fügt hinzu: "Wenn nicht bald etwas passiert, geben noch mehrere Läden auf."