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"Ja" zum sozialen Wohnungsbau: Gemeinde Salzhausen tritt Gesellschaft des Landkreises Harburg bei

Hier wurde die Entscheidung getroffen: das Rathaus in Salzhausen
ce. Salzhausen. Die Gemeinde Salzhausen beteiligt sich als einzige Mitgliedskommune in der Samtgemeinde Salzhausen an der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Harburg. Das beschloss der Gemeinderat mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus.
Die Wohnungsbaugesellschaft wurde vom Landkreis unter Beteiligung der Sparkasse Harburg-Buxtehude und von Kommunen gegründet, um bezahlbaren und sozialen Wohnraum in der Region zu schaffen. Mit einem Stammkapital von 46 Millionen Euro will man in den kommenden fünf Jahren etwa 1.000 Wohneinheiten errichten.
Die Samtgemeinde Salzhausen kann in die Gesellschaft nicht "einsteigen", da die Mehrheit ihrer Mitglieder gegen einen Beitritt votiert hat. Für die Gemeinde Salzhausen bedeutet der daraus resultierende "Alleingang" eine finanzielle Belastung von insgesamt rund 1,1726 Millionen Euro. Davon muss Salzhausen 2.600 Euro als Stammkapital in die Wohnungsbaugesellschaft einzahlen sowie satte 1,17 Millionen als Kapitalbeitrag. Letztere Summe kann auch die Bereitstellung von Baugrundstücken erbracht oder in mehreren Jahresraten abgezahlt werden.
Die Beteiligung Salzhausens an der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft stieß im Gemeinderat bei der UWG auf Kritik. Sie räumte unter anderem ein, dass Wohnungsbau keine Sache der Kommunen sei, auf Salzhausen Neuverschuldungen zukommen würden und dass private Investoren vergrault würden. Die Gruppe CDU/FDP, SPD und Grüne konterte dagegen, das Privatinvestoren nur wenig an bezahlbarem oder sozialen Wohnraum interessiert seien. Nachfrage und Bedarf seien im Raum Salzhausen jedoch groß. Die Ratsmehrheit folgte schließlich dieser Auffassung.