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Plant André Wiese den Abgang?

Ist André Wiese amtsmüde? (Foto: Stadt Winsen)
Winsens Bürgermeister verweigert klares Bekenntnis zum erneuten Wahlantritt

thl. Winsen.
Deutschland bereitet sich auf die Bundestagswahl im September vor. Und knapp vier Wochen wird in Niedersachsen eine neue Landesregierung gewählt. Die Repubilk im Wahlfieber. Auch in Winsen dreht sich etwas um eine Wahl, auch wenn diese noch etwas hin ist. "Bürgermeister André Wiese ist amtsmüde und wird 2019 nicht mehr zur Wahl antreten." So und ähnlich lauten Gerüchte, die derzeit im Umlauf sind und die die Diskussion um einen möglichen Nachfolger anheizen.
Das WOCHENBLATT fragte beim christdemokratischen Stadtoberhaupt nach, was an den Gerüchten dran sei und bekam folgende Antwort: "Die Arbeit als Bürgermeister meiner Heimatstadt macht mir meistens sehr viel Freude. Es gibt eine Reihe von spannenden Themen, bei denen ich gern an verantwortlicher Stelle mitwirke. Durch die Direktwahl der Winsener Wählerinnen und Wähler bin ich noch bis in den Herbst 2019 Bürgermeister. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Ob ich mich dann wieder für dieses Amt bewerbe, werde ich rechtzeitig vorher mit meiner Familie besprechen und entscheiden."
Ein klares Bekenntnis klingt anders.
Fakt ist: Wenn Wiese im Herbst 2019 aus dem Amt ausscheiden sollte, hat er zusammen mit seiner vorherigen Tätigkeit als Landtagsabgeordneter 16 Jahre als Berufspolitiker voll und kann damit in den Ruhestand gehen - mit 44 Jahren. Allein seine Bürgermeister-Pension würde je nach Einstuftung so zwischen 2.000 und rund 3.500 Euro monatlich betragen. Hinzu kommen seine Rentenansprüche aus dem Landtag.
Dadurch wäre der Weg für Wiese frei, anschließend in der freien Wirtschaft zu arbeiten. Kürzungen bei den Pensionsbezügen muss er dann kaum befürchten, denn die Höchstgrenze der Einkünfte beträgt fast 7.000 Euro. Erst danach wird gestrichen.
Es könnte aber auch sein, dass Wiese - vorausgesetzt die CDU gewinnt die Landtagswahl im Oktober und Bernd Althusmann wird Landesvater - mit seinen Erfahrungen und seinem Netzwerk in Hannover auf einen Ministerposten spekuliert.
Allerdings hat die Winsener CDU mit André Bock einen starken Vertreter in Hannover, der sich dort offenbar sehr wohl fühlt und sicherlich auch Ambitionen auf höhere Posten hat.
Bleibt die Frage, wer Wiese in Winsen beerben könnte? Da die Winsener Bürger in der Regel sehr CDU-nah sind, hätten andere Parteien kaum eine Chance, einen Bürgermeister zu stellen. Zumal aus den aktuellen Bestzungen der Fraktionen auch nicht unbedingt ein Kandidat heraussticht, dem man die Aufgabe zutrauen würde. Blieben also nur die Christdemokraten. Dort würde man - wenn André Bock im Landtag bliebe - lediglich Dr. Cornell Babendererde dieses Amt zutrauen. Immerhin sitzt sie schon seit mehreren Jahren im Stadtrat und ist Vorsitzende des CDU-Ortsvereins. Da mache sie sich keine Gedanke drüber, weil sie davon ausgehe, dass André Wiese Bürgermeister bleibe, sagt sie. Allerdings ist es bis 2019 ja noch ein bisschen hin....