Bürgerbus Apensen
Verein freut sich über einen neuen Vorstand
- Hans Seydfried (v. li.) mit seiner Nachfolgerin Kerstin Benner und Dietmar Greiser mit seinem Nachfolger Bernhard Zimmermann
- hochgeladen von Nicola Dultz
Es war eine lange Suche, doch nun hat der BürgerBus-Verein Apensen eine neue Leitung: Dipl.-Coach sowie Dipl.-Ing Bernhard Zimmermann aus Beckdorf übernimmt den Vorsitz, unterstützt von Kerstin Benner aus Buxtehude-Ottensen als seine Stellvertreterin. Damit tritt ein neues Duo die Nachfolge von Dietmar Greiser und Hans Seyfried an – zur Freude des bisherigen engagierten Vorstands, der sich in den vergangenen Jahren unglaublich für den Verein engagiert hat, seinen Nachfolgern einen sehr gut aufgestellten Verein überlässt und sein Herzensprojekt in guten Händen weiß.
Frischer Elan an der Spitze
Bernhard Zimmermann, Ingenieur und selbstständiger Coach, ist bereits in anderen sozialen Projekten der Samtgemeinde Apensen (z.B. MitMenschen) engagiert, entdeckte die Vakanz im WOCHENBLATT und griff zu. „Führung macht mir Spaß“, sagt der neue Vorsitzende. Der BürgerBus sei für ihn mehr als nur ein Mobilitätsangebot: „Es geht um nachhaltige Lebensqualität für Menschen, die ohne eigenes Auto unterwegs sein möchten oder müssen.“
Kerstin Benner teilt diese Motivation. Sie war auf der Suche nach einer sinnvollen ehrenamtlichen Aufgabe für den Vorruhestand – und will diese nicht nur hinter dem Steuer des BürgerBusses finden, sondern auch an der Seite Zimmermanns im Vorstand. „Ich fahre leidenschaftlich gern Auto. Und als mich Herr Zimmermann fragte, ob ich ihn unterstützen würde, habe ich gerne zugesagt“, sagt sie.
Ein Verein mit Substanz – und Herausforderungen
Finanziell ist der BürgerBus-Verein dank des jahrelangen Einsatzes von Dietmar Greiser solide aufgestellt. Auch die Fahrgastzahlen steigen kontinuierlich – 30.000 Fahrgäste wurden bereits im Februar 2025 erreicht.
Doch es gibt auch „Baustellen“. Unter anderem werden kontinuierlich neue Fahrer gesucht. Denn viele Ehrenamtliche müssen ihre Fahrerlaubnis nach fünf Jahren erneuern – ein Aufwand, der insbesondere für ältere Fahrer den Zeitpunkt markiert, ihr Ehrenamt zu beenden. Daher sucht der Verein auch gezielt nach weiteren Ehrenamtlichen und kämpft um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, um Ex-Postbeamte und Bundesfreiwilligendienstleistende (BUFDIs) als Fahrer einsetzen zu können.
Streit um Gemeinnützigkeit
Die Anerkennung als gemeinnütziger Verein – ein langjähriges Ziel – wurde bisher zweimal abgelehnt. Der Hauptgrund: Der BürgerBus werde vom Finanzministerium als potenzieller Wettbewerber zu ÖPNV-Anbietern und Taxiunternehmen eingestuft. Dagegen hat der Verein unter Federführung von Hans Seyfried Klage beim Niedersächsischen Finanzgericht eingereicht. Der Antrag zielt auf eine Einzelfallbewertung – bislang ohne endgültigen Erfolg, obwohl ein Teil der bisherigen Entscheidungen zwischenzeitlich aufgehoben wurde.
Positive Bilanz
Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich der BürgerBus Apensen als funktionierendes und geschätztes Projekt. Der Fahrbetrieb ist stabil, die Vereinsstrukturen gefestigt, die Resonanz aus der Bevölkerung positiv. Im Oktober 2025 soll zudem ein neues, barrierefreies Fahrzeug in Betrieb genommen werden.
Auch wenn die Vorstandsarbeit mit viel Engagement verbunden ist - Bernhard Zimmermann und Kerstin Benner übernehmen ein Erbe mit großem Potenzial. "Mit dem Rückhalt der Mitglieder, der Gemeinde und unserer Unterstützer können wir den BürgerBus Apensen weiterhin als verlässliches Angebot für die Region erhalten", freut sich Bernhard Zimmermann auf seine neue Aufgabe.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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