Zoff um Containerdorf auf Schulhof in Wiegersen - Schule bekommt Ausgleichsfläche

"Diese Fläche ist besser" - Die Anwohner Hermann und Ursula Loge (v. li.), Christa Klindworth und Gabi Loge sowie die Kinder Thierry, Ben und Emily plädieren mit Ratsherr Dieter Kröger dafür, statt des Schulhofs die Fläche vor der Kapelle als Containerdorf zu nutzen
  • "Diese Fläche ist besser" - Die Anwohner Hermann und Ursula Loge (v. li.), Christa Klindworth und Gabi Loge sowie die Kinder Thierry, Ben und Emily plädieren mit Ratsherr Dieter Kröger dafür, statt des Schulhofs die Fläche vor der Kapelle als Containerdorf zu nutzen
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wd. Wiegersen. Gegen den Beschluss der Samtgemeinde Apensen, Flüchtlinge auf dem Schulhof der Grundschule in Wiegersen unterzubringen (das WOCHENBLATT berichtete), formiert sich Protest bei Eltern und Bewohnern. "Einige Eltern überlegen, dagegen rechtliche Schritte einzuleiten", sagt Ratsherr Dieter Kröger (Grüne), der im Rat vehement gegen den Standort Schulhof argumentiert hat. "Ich würde das unterstützen." Er habe sich bereits bei einem Anwalt informiert und erfahren, dass der Beschluss anfechtbar sei, weil es im Rat keine Abwägung alternativer Flächen gegeben habe.
Eine davon sei z.B. die Wiese neben der Friedhofskapelle in Wiegersen. Die Anwohner der Straße am Friedhof hatten selbst auf diese Möglichkeit hingewiesen. "Dort wäre Platz und unseren Kindern bliebe der Schulhof erhalten", so Anwohnern Gabi Loge, deren Ehemann Marco Loge-Jakubowski Schulelternratsvorsitzender an der Grundschule Wiegersen ist. "Ich begreife nicht, warum die Wiese bei der Entscheidung nicht in Betracht gezogen wurde und stattdessen ein Stück vom Schulhof genommen werden soll." "Viele von uns sind mit dem Samtgemeinde-Beschluss nicht einverstanden", bestätigt ihr Vater Hermann Loge, ebenfalls Anwohner der Straße Am Friedhof.
Auch Schulleiterin Jutta Höppner-Bendig versteht nicht, warum der Samtgemeinderat nur den Schulhof in Wiegersen angeführt hat. Mittlerweile sei der Schule jedoch eine Ausgleichsfläche neben der Sporthalle angeboten worden. "Damit können wir leben", so Höppner-Bendig.
Rolf Suhr (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Sauensiek, erklärt die Entscheidung mit dem enormen Zeitdruck, unter dem die Samtgemeinde Flächen für Flüchtlingsunterkünfte finden muss. Es hätten schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen und die Wiese neben der Kapelle sei erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Diskussion gekommen.
"Die Schule erleidet durch die Ausgleichsfläche keinen Verlust", so Rolf Suhr. "Ich weiß nicht, was für Probleme jetzt noch bestehen.
Übrigens: Über eine weitere Fläche neben dem Kindergarten in Revenahe wurde im Samtgemeinderat zwar gesprochen, sie wurde aber nicht - wie berichtet - von Dieter Kröger vorgeschlagen. Er hat vielmehr darauf hingewiesen, dass die Fläche verpachtet und landwirtschaftlich genutzt wird.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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