Verstärkung des Verwaltungsteams sorgt für Zündstoff in der Samtgemeinde Apensen

Die von Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer geforderte Verstärkung des Rathaus-Teams sorgt immer noch für Zündstoff bei den Politikern. Die fünf Mitglieder des Finanzausschusses haben sich mit zwei Nein und einer Ja-Stimme sowie zwei Enthaltungen gegen eine Empfehlung an den Samtgemeinderat ausgesprochen. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Ratsmitglieder entscheiden, die am Donnerstag, 16. April, tagen.
Peter Sommer bezieht sich mit seiner Forderung auf ein Gutachten, das auf Beschluss des Samtgemeinde-Ausschusses in Auftrag gegeben wurde. Sommer wollte zunächst die halbe Stelle, die in der Verwaltung für die Gemeinde Apensen vorgesehen war, auf eine Stelle aufgestockt wissen, und hatte dazu auf eigene Initiative ein Gutachten in Auftrag gegeben. Die erforderliche Vollzeitstelle für die Gemeinde Apensen ist mittlerweile vom Apenser Gemeinderat abgesegnet (das WOCHENBLATT berichtete).
Auf Samtgemeinde-Ebende forderten die Politiker jedoch eine Prüfung der gesamten Rathaus-Arbeit. Nach dem neuen, 7.200 Euro teuren Gutachten sollte das Verwaltungsteam um vier Stellen erweitert werden. Peter Sommer beansprucht davon zwar nur 2,3 Stellen, hat aber dennoch Probleme, die Politiker zu überzeugen. So wirft ihm Dieter Kröger (Grüne) grundsätzlich die Vorgehensweise vor: Sommer habe versucht, nicht-öffentlich und ohne vorab mit dem Rat zu sprechen, seine Interessen durchzusetzen (das WOCHENBLATT berichtete). Außerdem weist er auf den hohen Schuldenstand der Samtgemeinde hin: Von den rund 6,5 Millionen Euro im Gesamthaushalt machten die Personalkosten fast die Hälfte aus. Seit 1998 hätten sich die Personalkosten unter der Leitung von Peter Sommer verdreifacht.
Unterstützt wurde Dieter Kröger in seiner Argumentation von Stefan Reigber, der für die CDU im Finanzausschuss und Rat sitzt. Reigber legte Zahlen vor, nach denen die Verwaltung der Samtgemeinde Apensen im Vergleich zu anderen Gemeinden wie Harsefeld und Horneburg besonders viel Personal beschäftigt und stellt - wie Dieter Kröger - grundsätzlich in Frage, dass das Gutachten Basis für eine Entscheidung sein kann, weil es eine Zufriedenheitsbefragung und damit subjektiv sei und es keine Untersuchungen gegeben habe, ob z.B. effizientere Strukturen weiteres Personal überflüssig machten.
Reigber vergleiche Äpfel mit Birnen, kontert Peter Sommer. So ließen sich die Verwaltungen in dieser Art nicht vergleichen, weil sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Zur Samtgemeinde Apensen gehören z.B. vier Kindergärten und ein Bauhof, so dass auch die Kosten für diese Mitarbeiter mit zu den Personalkosten der Samtgemeinde Apensen zählen. Andere Gemeinden hätten diese Bereiche zum Teil an externe Dienstleister vergeben. "Das heißt nicht, dass es günstiger wird, bezahlt werden muss die Arbeit auch. Aber im Haushalt tauchen die Kosten an anderer Stelle auf", erklärt Sommer. Im aktuellen Gutachten ging es nur um die 14 Stellen im Rathaus. "Und da sind wir mit einer Vollzeitstelle auf 560 Einwohner eine der schlankesten Verwaltungen", ist Sommer stolz. "Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 430 Einwohner pro einem Verwaltungsangestellten."

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

Service
Aus den beiden Grafiken geht hervor: Der Anteil der Altersgruppe "Ü 70" liegt im Landkreis Stade bei 16 Prozent. Aus dieser Gruppe kommen aber mit Abstand die meisten Corona-Toten (88 Prozent)

Sieben-Tage-Inzidenz weiter unter dem Grenzwert 50
Über 70-Jährige stellen nur 16 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Stade, aber 88 Prozent der Corona-Toten

jd. Stade. Die Warteliste für das Impfzentrum in Stade ist abgearbeitet. Daher ruft der Landkreis Stade die über 80-Jährigen dazu auf, bei der Impf-Hotline des Landes einen Impftermin zu vereinbaren. "Auf der Warteliste des Landes stehen für den Landkreis Stade zurzeit keine Namen mehr von Personen, die 80 Jahre oder älter sind", sagt Nicole Streitz, Leiterin des Impfzentrums in Stade. Menschen aus dieser Altersgruppe, die sich impfen lassen möchten, können laut Streitz im Moment zeitnah einen...

Panorama
Die Entwicklung des Inzidenzwertes in den vergangenen zwei Wochen im Landkreis Harburg

Die aktuellen Corona-Zahlen vom 5. März
Inzidenz wieder bei 56,6 im Landkreis Harburg - 200 aktive Fälle

(sv). Nachdem es am Donnerstag noch aussah, als würde der Inzidenzwert im Landkreis Harburg wieder unter die 50er-Grenze sinken, stieg er am heutigen Freitag, 5. März, wieder an - auf 56,60. In den Kommunen bleibt die Gemeinde Stelle weiterhin an der Spitze der Inzidenzwerte (132,68), gefolgt von der Gemeinde Neu Wulmstorf (94,08). Die Samtgemeinde Jesteburg (8,97) und die Samtgemeinde Salzhausen (13,80) verzeichnen immer noch die niedrigsten Werte. Der Landkreis Hamburg kommt am Freitag auf...

Politik
Dr. Dunja Sabra
2 Bilder

Rassismus bekämpfen: WOCHENBLATT-Serie begleitet Online-Veranstaltungen
"Man hat mir den Tod durch Vergasung gewünscht"

tk. Stade. Ein breites Bündnis von verschiedenen Akteuren lädt im Landkreis Stade dazu ein, sich in digitalen Formaten mit dem gesellschaftlichen Problem des Rassismus auseinanderzusetzen (das WOCHENBLATT berichtete). "Solidarität-Grenzenlos" ist der Leitsatz. In den kommenden Wochen schreiben Menschen aus dem Landkreis Stade, wie sie selbst Rassismus erleben und wie sie mit den Herausforderungen einer Gesellschaft umgehen, die sich von Vorurteilen befreien will. Wir drucken die Texte...

Panorama
Dreh in der Scheune: Truck Stop
Video 9 Bilder

Ein heimlicher Besuch
Videodreh mit Truck Stop in der Drochterser Kulturscheune

ig. Drochtersen. Nebelschwaden, Country-Musik vom Band, viele Kameras, grelles Licht, immer wieder Anweisungen - und bittere Kälte. Den Cowboys und den Linedancern machen die frostigen Temperaturen in der Drochterser Kulturscheune aber nichts aus. "Wir sind hart im Nehmen", schmunzelt Andreas Cisek. Der Frontman ist mit seiner Band Truck Stop nach Drochtersen gereist, um in dem Musiktempel einen besonderen Film aufzunehmen. Die norddeutsche Kultband veröffentlicht in Kürze ihre neue CD "Liebe,...

Service
Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich zwar ein deutlicher Zuwachs, jedoch ist die Anzahl an Luchsweibchen mit Nachwuchs in Deutschland immer noch zu gering, um von einem stabilen Bestand zu sprechen
Video

Luchse immer noch selten in Deutschland

(nw/tw). Insgesamt 32 Luchsweibchen mit Jungtieren konnten am Ende des Monitoringjahres 2019/2020 in Deutschland gezählt und bestätigt werden. Das geht aus neuen Erhebungen der Bundesländer hervor, wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt meldet. Die 32 Luchsweibchen mit 59 Jungtieren im ersten Lebensjahr konnten in Bayern (13), Hessen (1), Niedersachsen (10), Rheinland-Pfalz (2), Sachsen-Anhalt (5) und Thüringen (1) nachgewiesen werden. Zum Ende des Monitoringjahres gab es insgesamt 125...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen