(Vorerst) kein eigenes Konzept: Apenser Ratsmehrheit lehnt SPD-Vorstoß ab

Wie stellt sich Apensen für die Zukunft auf? Darüber berieten jetzt die Politiker      Foto: jd
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Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
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Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Panorama
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Corona-Zahlen am 19. Januar
Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg nur noch knapp unter 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 19. Januar, von 898,0 am Vortag auf 976,9 gestiegen und liegt damit nur noch knapp unter einem Wert von 1.000. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 516,8. 402 neue Corona-Fälle wurden heute übermittelt, in den vergangenen sieben Tagen wurden 2.501 Fälle registriert (+202 im Vergleich zum Vortag).  Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,2 auf 5,6 gestiegen, die Intensivbettenbelegung verzeichnet einen...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Panorama
Initiator der Petition: der Buchholzer SPD-Ratsherr Frank Piwecki

Für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie
"Buchholzer Erklärung": Ratsherr startet Petition gegen Corona-Spaziergänger

os. Buchholz. Als Reaktion auf die "Spaziergänge", mit denen Bürger deutschlandweit gegen die ihrer Meinung nach repressiven und unsinnigen Corona-Maßnahmen protestieren, hat der Buchholzer Ratsherr Frank Piwecki (SPD) eine Online-Petition gestartet. Die Mehrheit der Gesellschaft dürfe nicht tatenlos zusehen und schweigen, wenn bei den unangemeldeten Demonstrationen Antisemiten, Verschwörungsideologen und rechtsextreme Gruppierungen die "Spaziergänge" unterwanderten. "Wir müssen klarmachen,...

Service

Zahl der Infektionen steigt weiter
Alle Landkreise im Elbe-Weser-Dreieck haben jetzt Inzidenzen über 500

jd. Stade. Jetzt ist die 500er-Marke übersprungen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Mittwoch, 19. Januar, auf 519,1 angestiegen. Im gesamten Elbe-Weser-Dreieck ist jetzt die Schwelle von 500 überschritten. In allen Landkreisen der Region entwickelt sich ein dynamisches Infektionsgeschehen. Aktuell sind im Landkreis 1.559 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 250 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit...

Politik
Nimmt den Prüfbericht gelassen: Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme
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In Hollenstedt
Verstößt Bürgermeister gegen geltendes Recht?

bim. Hollenstedt. Der Tagesordnungspunkt "Jahresabschluss" in einer Ratssitzung ist eigentlich eine Regularie, die per Handzeichen abgenickt und in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen wird. Zumal es sich in der Regel um länger zurückliegende Jahresabschlüsse handelt. Die für die Jahre 2015 und 2016 sorgt in der Gemeinde Hollenstedt für einigen Zündstoff - und Kritik an Bürgermeister Jürgen Böhme durch die Wählergemeinschaft Hollenstedt (WGH). Hintergrund sind u.a. vom...

jd. Apensen. Die Gemeinde Apensen wird (vorerst) nicht mit einem eigenen Konzept für die Zukunft planen. Der Rat lehnte jetzt den Antrag der SPD ab, ein Gutachten zu den Entwicklungspotenzialen und -zielen des rund 3.800 Einwohner zählenden Ortes zu erstellen. Beschlossen wurde stattdessen der Vorschlag von CDU und Freier Wählergemeinschaft (FWG), zunächst bei der Samtgemeinde den Antrag zu stellen, das bestehende Entwicklungskonzept zu aktualisieren und bei Bedarf zu erweitern. Erst wenn der Samtgemeinderat abwinkt, soll Apensen im Alleingang eine neue Untersuchung in Auftrag geben.

Die CDU begründet ihre ablehnende Haltung zum SPD-Vorstoß vor allem mit der ungeklärten Kostenfrage. Er mahne zur Vorsicht, erklärte CDU-Fraktionschef Markus Löhden: "Wir können nicht ein Gutachten auf den Weg bringen, ohne vorher die Kosten zu ermitteln." Mit den in den Haushalt eingestellten 10.000 Euro sei es sicher nicht getan. Zudem sieht die CDU nicht die zwingende Notwendigkeit, große Pläne zu schmieden. "Wir sollten erst mal die bestehenden Ressourcen im Ort nutzen", meinte Löhden. Als Beispiel nannte er das angeblich geplante TSV-Vereinsheim: "Die Vorsitzende des TSV hat mir erklärt, dass der Verein lediglich Ankleiden und Sanitärräume benötigt." Von einem Clubheim sei keine Rede.

Auch Oliver Bülte, der die FWG-Fraktion anführt, sieht zunächst die Samtgemeinde gefordert. Eine Aktualisierung des bestehenden Gutachtens könne aber nur der erste Schritt sein. Bülte nimmt sich Harsefeld zum Vorbild: "Die FWG hatte von Beginn an das Ziel, auf Samtgemeinde-Ebene eine Studie erstellen zu lassen, wie in Harsefeld." Im Apenser Gutachten seien wichtige Bereiche wie Wirtschaft, Verkehr, Vereine, Infrastruktur, soziale Strukturen usw. nicht oder nur bedingt betrachtet worden. Ziehe die Samtgemeinde nicht mit, sollte ein Experte von außerhalb einen "Helikopterblick" nur auf Apensen richten und seine Erkenntnisse in ein Zukunftspapier einfließen lassen.

Die SPD hingegen will das Thema schnell bearbeitet wissen: "Wir möchten die Sache schnell voranbringen" sagte Dr. Meik Lange: "Das Erstellen solch einer Analyse kostet schließlich Zeit." Mögliche Themenfelder aus Sicht der SPD sind etwa der Bau eines Dorfgemeinschaftshauses oder eine Verbesserung des gastronomischen Angebotes. Überlasse man das Konzept der Samtgemeinde, hätte Apensen keinen Einfluss mehr auf die Themenfelder, gab Lange zu Bedenken.

• Harsche Kritik übte Stefan Reigber von der UWA (unabhängige Wähler): Dass die CDU Einwände habe, überrasche ihn nicht: "In Apensen plätschern wir seit Jahren vor uns hin." Er warf den Christdemokraten Klientelpolitik vor: "Da wird eine sechsstelliger Betrag für das Schützenhaus befürwortet, ohne mit der Wimper zu zucken." Doch bei solch einem wichtigen Konzept frage die CDU erst nach dem Preis.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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