Das Dach glühte bereits rot! Großfeuer auf dem Golf-Club in Seppensen

Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Sonntag eine Lagerhalle auf dem Gelände des Golf Clubs Buchholz-Nordheide in Seppensen zerstört
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(mum). Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Sonntag eine Lagerhalle auf dem Gelände des Golf-Clubs Buchholz-Nordheide in Seppensen zerstört. Mehr als 100 Männer waren im Einsatz. Gegen 20.30 Uhr wurde die Feuerwehr Buchholz zu dem am östlichen Ortsrand Seppensens gelegenen Golfplatz gerufen. Der stellvertretende Buchholzer Stadtbrandmeister André Emme traf als erster an der Einsatzstelle ein. Außer der Lagerhalle brannte zu diesem Zeitpunkt ein etwa 15 mal 15 Meter großer hölzerner Unterstand, der als Abstellplatz der Golfcarts diente, in voller Ausdehnung. Über den Dachüberstand hatte das Feuer bereits auf die direkt angrenzende Halle übergegriffen.
In der zweistöckigen, in Holzbauweise errichteten Halle befand sich neben mehreren Aufsitzrasenmähern, Traktoren und Düngemitteln auch eine Indoor-Abschlags-Übungsanlage. Rund um das etwa 12 mal 30 Meter große Gebäude waren weiter Traktoren und Gerätschaften für die Pflege des Platzes abgestellt.
Einsatzleiter Emme ließ umgehend einen Innenangriff zur Brandbekämpfung vornehmen. Aufgrund der rasanten Brandausbreitung im Obergeschoss der Halle musste dieser jedoch zum Schutz der eingesetzten Feuerwehrleute nach kurzer Zeit abgebrochen werden. Emme veranlasste zudem die Nachalarmierung der Wehren aus Sprötze und Dibbersen und ließ Einsatzabschnitte unter der Leitung der Ortsbrandmeister aus Buchholz und Sprötze bilden.
Aufgrund der schlechten Wasserversorgung mussten kurze Zeit später die Tanklöschfahrzeuge der Wehren aus Welle, Wesel und Jesteburg zur Einsatzstelle beordert werden. Im Pendelverkehr stellten sie die Wasserversorgung der Buchholzer Drehleiter sicher, über die das Feuer von oben bekämpft wurde. Das allerdings wurde durch das stellenweise rot glühende Blechdach der Halle erschwert und zeigte erst nach dem Teileinsturz des Daches im hinteren Bereich der Halle Wirkung. Weiterhin erfolgte die Alarmierung des Fachzuges Wasserförderung der Kreisfeuerwehr, die über eine zwei Kilometer lange Schlauchleitung Wasser zur Einsatzstelle förderte.
Von allen Seiten wurde nun versucht, der Flammen Herr zu werden. Auf der Rückseite der Halle wurden mittels Kettensägen Öffnungen in die Außenwand gesägt, um Zugang zum Brandherd zu erhalten. Es gelang der Feuerwehr, mehrere Aufsitzrasenmäher und ein Fahrzeug zur Ausbringung von Düngemitteln aus der brennenden Halle zu bergen. Auch die im Außenbereich der Halle abgestellten Fahrzeuge konnten vor den Flammen geschützt werden.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde die Wehr Trelde mit ihrem Gerätewagen Gefahrgut alarmiert, da die Gefahr bestand, dass ein 1.000 Liter fassender Dieseltank durch das Feuer zerstört werden könnte. Damit hätte eine unmittelbare Gefahr für den Mühlenteich durch kontaminiertes Löschwasser bestanden.
Zur Versorgung der fast 120 Einsatzkräfte wurde der Fachzug Verpflegung der Kreisfeuerwehr alarmiert, da sich bereits früh abzeichnete, dass der Einsatz sich über einen längeren Zeitraum erstrecken würde.
Nachdem mit einem Bagger die Außenwände der Halle eingerissen worden waren, konnte weit nach Mitternacht endlich das Kommando "Feuer aus" gegeben werden. Gegen 2 Uhr am Sonntagmorgen verließen die ersten Feuerwehren die Einsatzstelle. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch noch längere Zeit an.
Die Ursache des Brandes ist bisher unbekannt. Entsprechende Ermittlungen hat die Polizei aufgenommen. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro aus.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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