Das Bangen hat ein Ende

Reza Abbasian trainiert mehrfach in der Woche in der Nordheidehalle in Buchholz
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Spitzenturner Reza Abbasian (27) darf dauerhaft in Deutschland bleiben / Einbürgerung in 2020?

os. Nenndorf. Nach 15 Jahren in Deutschland kann Reza Abbasian (27) endlich aufatmen: Der Iraner, der in der gesamten Region als Spitzenturner des TSV Buchholz 08 und erfolgreicher Jugendtrainer bekannt ist, hat nun endlich seine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland in der Tasche. Zuvor musste er die Aufenthaltsgenehmigung in den ersten elf Jahren alle drei Monate, zuletzt noch alle zwei Jahre persönlich bei der Ausländerbehörde des Landkreises Harburg verlängern lassen.
Wie berichtet, hatte Reza Abbasian, als er vor 15 Jahren mit seinem Vater aus dem Iran nach Deutschland kam, keine Papiere bei sich. Damit war seine Identität offiziell ungeklärt. Abbasians Bemühungen, beim iranischen Konsulat eine Bescheinigung seiner Identität zu bekommen, scheiterten mehrfach. Deshalb blieb der Landkreis hart und verweigerte Abbasian, der in Deutschland bestens integriert ist und seinen Realschul-Abschluss in der Tasche hatte, die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung.
Bis vor Kurzem. Mittlerweile hat Reza Abbasian, der in Nenndorf wohnt, eine dreijährige Ausbildung in der Steuerberatung Münster-Junge von Sandra Junge in Hamburg-Eimsbüttel absolviert und arbeitet dort als Kaufmann für Büromanagement u.a. in der Buchhaltung und im Empfang der Firma. Die Tatsache, dass Abbasian einen festen Wohnsitz und einen festen Arbeitsplatz hat, sorgte offenbar dafür, dass der Landkreis nun doch eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung ausstellte - auch ohne iranischen Pass. "Ich bin froh, dass die Ungewissheit über meine Zukunft nun vorbei ist", sagt Reza Abbasian. Er hofft, dass nun auch für seine Eltern die gleiche Regelung getroffen wird. Die Mutter muss sich alle sechs Monate ihre Aufenthaltsgenehmigung verlängern lassen, der Vater - der ebenfalls eine feste Arbeit hat - alle zwei Jahre. "Wir bekommen vom Staat keine Leistungen", betont Reza Abbasian.
Deutscher ist Reza Abbasian (noch) nicht. Die Einbürgerung könne frühestens im Jahr 2020 erfolgen, vorausgesetzt, dass auch in diesem Fall der Landkreis Harburg auf die Vorlage des iranischen Passes verzichtet. "Ich würde gerne irgendwann die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen", betont Abbasian.
Sportlich blickt der Ringe-Spezialist nach anhaltenden Schulterproblemen wieder optimistischer in die Zukunft. Im September steht die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm, bei der Abbasian teilnehmen könnte. Ab Ende September will er versuchen, mit seinem Team TuS Vinnhorst in die erste Bundesliga aufzusteigen. Im Vorjahr wurde der TuS Vizemeister.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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