SV Buchholz 01 muss Bauantrag stellen
Umstrittenes Gemälde an Schützenhaus wurde abgebaut

Um dieses Gemälde mit zielenden Schützen war im August eine Diskussion entbrannt
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os. Buchholz. Passanten haben es bemerkt: Das Gemälde am Schützenhaus des Schützenvereins Buchholz 01, um das es im vergangenen August heftige Diskussionen gegeben hatte (das WOCHENBLATT berichtete), ist demontiert worden. Grund ist eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg.
Wie berichtet, hatte Kirsten Fuhrmann, Leiterin der benachbarten Grund- und Oberschule Waldschule, das Gemälde mit zielenden Schützen am Schützenhaus des SV Buchholz 01 kritisiert. Solche Motive gehörten nicht in die unmittelbare Nachbarschaft einer Schule, argumentierte Fuhrmann. Der Vorstand des SV Buchholz 01 hielt entgegen, dass es sich bei den Bildnissen um offizielle Darstellungen des Deutschen Schützenbundes handele.
Nach der Diskussion folgte eine Verfügung der Stadt Buchholz, das Gemälde von dem Schützenhaus zu entfernen. Begründung: Nach dem Baugesetz handele es sich um eine "Werbeanlage am Ort der Leistung" - und die sei nur bis zu einer Größe von einem Quadratmeter ohne Bauantrag möglich. Das Schützengemälde ist deutlich größer. Der Schützenverein legte Widerspruch gegen die Verfügung der Stadt ein, das Gericht in Lüneburg folgte aber der Stadtverwaltung.
"Wir werden jetzt einen Bauantrag stellen", kündigt Peter Greese, stv. Präsident des SV Buchholz 01, an. "Wir sind noch nicht von dem Thema ab." Der Schützenverein will mit dem Gemälde, das von einem Vereinsmitglied gemalt wurde, neue Mitglieder für die Schießsportabteilung gewinnen.

Um dieses Gemälde mit zielenden Schützen war im August eine Diskussion entbrannt
An der Wand am Schützenhaus prangt derzeit der Schriftzug "187". Dieser steht u. a. für die Hip-Hop-Gruppe "187 Strassenbande", aber auch den Mordparagrafen im 
kalifornischen Gesetz
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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