Deutscher Wald
Wie geht es den Bäumen in deutschen Wäldern?
- Die Eichen haben unter der Trockenheit sehr gelitten
- Foto: Strannik / sk
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
Die deutschen Wälder haben sich von den extrem trocken-heißen Sommern 2018 bis 2020 noch immer nicht erholt und sind – verglichen mit früheren Jahrzehnten – in einem schlechten Zustand. Das zeigen jährliche Stichprobenerhebungen des Baumkronenzustands. Seit Beginn der Erhebungen in den achtziger Jahren war der Anteil der Bäume ohne Kronenverlichtung nur 2023 noch geringer als 2025.
Zur Beurteilung des Kronenzustands der Bäume wird ermittelt, wie viel Prozent des Laubs oder der Nadeln der Baumkrone fehlen. Bei Bäumen ohne Kronenverlichtung sind dies maximal 10 Prozent. Bei einem Anteil von 11 bis 25 Prozent spricht man von einer schwachen, ab 26 Prozent von einer deutlichen Kronenverlichtung.
Allein in den vergangenen zehn Jahren ist der Anteil der Bäume mit deutlicher Kronenverlichtung um fast die Hälfte gestiegen. Seit 2019 lag dieser Wert stets bei mindestens 35 Prozent, während er zwischen 1984 und 2018 nur zweimal die Marke von 30 Prozent oder mehr erreicht hatte. Trotz jährlicher Schwankungen ist somit eine klare Tendenz erkennbar.
Besonders stark betroffen sind Eichen, von denen 2025 mehr als die Hälfte eine deutliche Kronenverlichtung aufwiesen. Grund dafür ist unter anderem der Befall durch Insekten und Pilze. Die Eiche ist aber auch die durchschnittlich älteste Baumart in Deutschland und daher besonders anfällig. Über alle Baumarten hinweg sind Bäume über 60 Jahre besonders betroffen – 44 Prozent von ihnen weisen eine deutliche Kronenverlichtung auf, bei Bäumen unter 60 Jahren sind es nur 17 Prozent.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.