Gebäude geht an die Stadt Buchholz über: Neue Wege beim Kitabau

Am Langen Sal, wo früher die Flüchtlingsunterkunft stand, soll jetzt ein sechszügiger Kindergarten gebaut werden
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  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Bislang lief es so: Ein Betreiber einer Kindertagesstätte errichtete einen Neubau und erhielt später von der Stadt Buchholz einen jährlichen Zuschuss für die Betriebs- und Unterhaltungskosten. Das Gebäude blieb im Besitz des Betreibers. Jetzt geht die Stadtverwaltung neue Wege: Die geplante neue Kita am Langen Sal soll nach spätestens 30 Jahren in das Eigentum der Stadt Buchholz übergehen.
Geplant ist eine sechszügige Einrichtung mit 36 Plätzen für bis dreijährige Kinder sowie 81 Plätze für über dreijährige Kinder. Vier integrative Plätze sind vorgesehen. Das Besondere: Es ist vorgesehen, mit dem künftigen Betreiber die Finanzierungssumme für den Neubau, also Investitionskosten abzüglich von Fördermitteln, über eine Finanzierungsdauer zwischen 25 und 30 Jahren über eine entsprechende Miete, die von der Stadt an den Träger gezahlt wird, zu refinanzieren. Dabei soll berücksichtigt werden, dass die Stadt dem Träger das Grundstück mittels Erbbaurechtsvertrag zur Verfügung stellt. Das Modell werde bereits erfolgreich z. B. in der Stadt Cuxhaven umgesetzt, erklärte Finanzdezernent Dirk Hirsch in der Sitzung des Stadtrates, in der dieser grünes Licht für das Pilotprojekt gab. Hirsch betonte, dass er sich viel verspreche von diesem Pilotprojekt.
Die Stadt geht davon aus, dass sie Landes-Fördermittel für den Ausbau der Tagesbetreuung von Kindern in Höhe von etwa 432.000 Euro erhält. Daneben sind jährliche Betriebskostenzuschüsse in Höhe von ca. 900.000 Euro sowie ein einmaliger Zuschuss für die Erstausstattung in Höhe von 180.000 Euro vorgesehen.
In der Politik war die Notwendigkeit zum Bau der Kita unumstritten. Über das neue Vorgehen gab es aber unterschiedliche Meinungen. Während SPD-Ratsherr Dr. Christian Dammann von einem "spannenden Modell" sprach, das man in Zukunft auch auf andere Bereiche anwenden könne, kritisierte Gabriele Wenker (Grüne), dass man das Prozedere für zukunftsfähiges Bauen aus der Hand gebe und dem Träger der Einrichtung überlasse.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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