Michael Riedel fordert Zwischenlösung
Ist ein Kreisverkehr vor Mühlentunnel die Lösung?
- Bürgermeisterkandidat Michael Riedel an der Kreuzung Bremer Straße/Steinbecker Mühlenweg
- Foto: Riedel
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Neben der seit Jahrzehnten fehlenden Ostumfahrung in Buchholz ist der Mühlentunnel eine weitere Schwachstelle im Buchholzer Verkehr. Die Einspurigkeit behindert den Verkehrsfluss enorm. Außerdem ist er immer wieder gesperrt, weil Lkw-Fahrer darin steckenbleiben.
Ein Ersatzneubau des Mühlentunnels würde noch acht bis zehn Jahre dauern, erklärte Bürgermeisterkandidat Michael Riedel nun. Vor diesem Hintergrund fordert er nun einen Kreisverkehr an der "Bardowick-Kreuzung": Bremer Straße/Steinbecker Mühlenweg/Seppenser Mühlenweg. Es solle durch die Verwaltung zügig Machbarkeit und Wirksamkeit geprüft werden.
Einen ähnlichen Antrag gibt es bereits aus Mai diesen Jahres von der CDU Buchholz, in dem allerdings nicht nur dieser mögliche Kreisverkehr geprüft werden soll, sondern auch jene an der Einmündung Bremer Straße auf B75 und Bremer Straße/Sprötzer Weg.
Zur Idee des Kreisverkehrs an der Kreuzung Steinbecker Mühlenweg/Bremer Straße/Seppenser Mühlenweg sagt Riedel: „Wir können die Buchholzerinnen und Buchholzer nicht ein volles Jahrzehnt vertrösten, während der Verkehr an dem bekannten Nadelöhr täglich ins Stocken gerät. Wenn der Mühlentunnel erst in vielen
Jahren gebaut wird, müssen wir jetzt prüfen, welche vorgezogenen Maßnahmen kurz- und mittelfristig Abhilfe schaffen können“.
Konkret fordert Riedel die Verwaltung auf, rasch ein Bündel von Entlastungsmaßnahmen auf ihre
Machbarkeit und Wirksamkeit hin zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Kombination mehrerer Bausteine:
• Kreuzung Bremer Straße/Steinbecker Mühlenweg: Die zügige Umsetzung des geplanten
Kreisverkehrs an dieser zentralen Kreuzung.
• Anbindung des Kreisels an den Seppenser Mühlenweg über eine Verbindungsstraße parallel
zum Bahndamm (hinter der Bäckerei Weiß), die als Einbahnstraße fungiert.
Das Ziel dieser Maßnahmen stellt Riedel klar: Es soll eine spürbare Entlastung des Verkehrsnetzes erreicht werden, lange bevor die Bagger für den neuen Mühlentunnel rollen.
„Es geht darum, Handlungsfähigkeit zu beweisen und bereits vorhandene Pläne intelligent miteinander zu verknüpfen. Ein gut abgestimmtes Paket aus Kreisel und neuer Verbindungsstraße könnte schon deutlich früher für spürbare Entlastung sorgen – das sollten wir ohne Zeitverzug gründlich prüfen lassen und zügig Gespräche mit der DB führen“, so Riedel abschließend.
Die Pläne mit dem Antrag der CDU liegen bereits seit drei Monaten der Verwaltung vor.
Die reinen Baukosten schätzt Riedel auf knapp unter zwei Millionen Euro, sein Zeitplan wären bis zu fünf Jahre bis zur Fertigstellung. Nicht in diese Betrachtung einbezogen wurde die Tatsache, dass für das Vorhaben Grundstücksankäufe notwendig wären. Diese würden einerseits Zeit kosten, andererseits Geld, wenn die Grundstückseigentümer überhaupt verkaufen möchten.
Dieser und auch die anderen beiden geplanten Kreisverkehre helfen dem Verkehrsfluss auf der Bremer Straße, das Problem der Einspurigkeit des Mühlentunnels lösen sie nicht.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.