Gemeinsames Schreiben an Bundesminister
Landkreise und Städte fordern Baufreigabe der Zukunftsachse A39
- Landrat Rainer Rempe setzt sich für den Lückenschluss der A39 ein
- Foto: Landkreis Harburg
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"Gemeinsam für die Zukunftsachse": Unter diesem Motto setzt sich die Region dafür ein, den Bau der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg endlich anzugehen und so eine Lücke im Straßennetz zu schließen. Dazu müsse der Bund die Finanzierung und Baufreigabe der seit Jahrzehnten geforderten Verbindung sicherstellen. Das fordern elf Landkreise - darunter der Landkreis Harburg - und drei kreisfreie Städte aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt in einem Schreiben an die Bundesminister Steffen Bilger (CDU, Verkehr) und Lars Klingbeil (SPD, Finanzen). Aktuell ist die Region zwischen Hamburg, Hannover und Berlin der größte autobahnfreie Raum Deutschlands.
Der Kreis Harburg unterstützt die Forderung gemeinsam mit den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Uelzen, Celle, Gifhorn, Helmstedt, Lüneburg, Ludwigslust, Parchim, Nordwestmecklenburg, Prignitz, Altmarkkreis Salzwedel und Stendal. „Der Landkreis Harburg ist eine dynamische Wachstumsregion, und der Lückenschluss der A 39 kommt auch uns zugute“, betont Landrat Rainer Rempe. „Die Verbindung verbessert die Erreichbarkeit, entlastet auch unsere Verkehrsachsen und ist eine wichtige Ergänzung für ein starkes Verkehrsnetz im Norden. Davon profitieren Wirtschaft, Pendlerinnen und Pendler sowie die Menschen in unseren Städten und Gemeinden.“
Die Oberbürgermeister und Landräte fordern in dem Schreiben, die notwendigen Mittel im Bundeshaushalt für den Bau des siebten Abschnitts bereitzustellen, entweder direkt im Bundeshaushalt oder durch die Autobahn GmbH. Hintergrund ist, dass das Bundesverwaltungsgericht am kürzlich die Klage gegen den siebten Bauabschnitt nördlich von Wolfsburg abgewiesen hat. Damit ist die Planfeststellung für diesen Bereich unanfechtbar. Nun gelte es, so die Unterzeichner der Forderung, das jetzt vorhandene Baurecht für den Abschnitt schnellstmöglich zu nutzen. Voraussetzung, damit die Autobahn GmbH die notwendigen Bauleistungen ausschreiben, vergeben und im Anschluss mit dem Bau beginnen kann, ist jedoch, dass der Bund die erforderlichen Haushaltsmittel bereitstellt und die Baufreigabe erteilt.
"Der Lückenschluss der A39 ist für die Wirtschaft und die Menschen in Ostniedersachsen von entscheidender Bedeutung. Das gilt im Verbund mit der A14 und der verbindenden Querspange B190 auch für die hier vertretenen Landkreise aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt", heißt es in dem Schreiben. "Die Maßnahmen sind für die künftige Entwicklung der strukturschwachen Teile der Region ebenso von herausragender Bedeutung wie für die Entwicklung des größten niedersächsischen Industrieraumes Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter und die Hafenhinterland-Anbindung der Freien und Hansestadt Hamburg. Es handelt sich um eine gesamtdeutsche Aufgabe!“
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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