Buchholz
Stadt bereitet sich auf Hitze, Starkregen und Trockenheit vor
- Ein Bils aus der Ratssitzung
- Foto: Stadt Buchholz
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Längere Hitzeperioden, Starkregen und Trockenphasen verändern auch den Alltag in Buchholz. Der Rat hat deshalb jüngst ein Klimaanpassungskonzept für die Stadt beschlossen mit 18 Maßnahmen, mit denen Buchholz auf die Folgen des Klimawandels reagieren und Risiken für Menschen, Natur und Infrastruktur verringern kann.
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Buchholz spürbar. Hohe Temperaturen belasten insbesondere ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Starkregen kann Straßen und Gebäude überfluten, während längere Trockenheit Bäume, Grünflächen und Gewässer beeinträchtigt. Das Klimaanpassungskonzept schafft einen Rahmen, um diese Herausforderungen bei künftigen Planungen und Projekten frühzeitig zu berücksichtigen.
Das Konzept wurde unter Beteiligung interner und externer Fachakteure, der Öffentlichkeit und der Politik erarbeitet. Es untersucht die Auswirkungen der Klimafolgen auf Buchholz und benennt 18 Maßnahmen in den Handlungsfeldern Stadtplanung, Gesundheit und Bevölkerungsschutz, Wasserwirtschaft und Wasserhaushalt, Biodiversität und Artenschutz sowie Land und Forstwirtschaft.
Maßnahmen für kühlere Innenstadt
und besseren Wasserrückhalt
Das Konzept sieht unter anderem Maßnahmen vor, die die Stadt bei Hitze kühler halten und Wasser besser nutzen sollen. Dazu gehören klimaresiliente und standortgerechte Bäume, die Schatten spenden und zur Abkühlung beitragen können. Regenwasser soll möglichst vor Ort zurückgehalten und versickert werden, um bei Starkregen die Kanalisation zu entlasten und Wasser für trockene Zeiten im Boden zu halten.
Für die Innenstadt ist ein kühler Ort vorgesehen, der bei hohen Temperaturen Schutz bieten soll.
Mit der Stärkung des Biotopverbunds werden Tiere und Pflanzen bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt. Gleichzeitig sollen attraktive und vielfältige Grünräume entstehen, die das Stadtklima verbessern und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen sollen.
Beim neuen Feuerwehrgerätehaus in Holm-Seppensen sollen Begrünung und Maßnahmen zur Regenwasserversickerung von Anfang an berücksichtigt werden.
Wie geht es weiter?
Klimaanpassungsmanagerin Sharon Myers bereitet einen Antrag auf Förderung vor. Diese soll ab Mitte nächsten Jahres für drei Jahre laufen. In dieser Zeit koordiniert und begleitet sie die Umsetzung des Konzepts.
Zu ihren Aufgaben gehören die Beantragung, Verwaltung und Abrechnung von Fördermitteln, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Politik und weiteren lokalen Akteuren. Sie dokumentiert die Umsetzung, überprüft den Erfolg der Maßnahmen und entwickelt sie bei Bedarf weiter. Als größere Maßnahme ist in den drei Jahren das neue Feuerwehrgerätehaus in Holm-Seppensen vorgesehen, ergänzt durch eine Auswahl weiterer Maßnahmen aus dem Konzept.
Das Klimaanpassungskonzept steht unter www.buchholz.de/klimaanpassung zum Download bereit. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Thema Klimaanpassung in Buchholz.
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Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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