Fenstertausch
So viel Förderung gibt es jetzt vom Staat
- Beim Einbau neuer Fenster gibt es staatliche Zuschüsse. Die Fachleute vor Ort informieren darüber
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Seit diesem Sommer gelten neue Regeln bei der staatlichen Förderung für energetische Sanierungen rund um Fenster und Fassade. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) zeigt, welche staatlichen Zuschüsse jetzt beantragt werden können.
Wer seine alten Fenster gegen neue austauscht oder sein Haus dämmt, profitiert gleich zweimal: Mit einer guten Dämmung sinken die Heizkosten und gleichzeitig beteiligt sich der Staat mit einem Zuschuss an den Investitionskosten. Wer diese Förderung geschickt nutzt, kann sich mehrere tausend Euro Zuschuss sichern.
Neue Regeln
Allerdings haben sich die Spielregeln diesen Sommer geändert: Mit der Neuauflage der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gelten neue Förderbedingungen. Vor allem die Höhe der förderfähigen Investitionen und die Rolle des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) wurden neu geregelt. Für Hauseigentümer lohnt es sich deshalb, vor dem Fenstertausch genauer hinzuschauen. VFF-Geschäftsführer Frank Lange erklärt: „Wer neue Fenster plant, sollte sich unbedingt vor Beginn der Arbeiten bei einem Fachbetrieb über die Förderung informieren. Nach der Abstimmung mit dem Fachbetrieb wird zunächst ein Auftrag unter Fördervorbehalt erteilt. Danach kann der Förderantrag gestellt werden. Der Vertrag muss dabei unter dem Vorbehalt der Förderzusage stehen. Nur so kann die staatliche Unterstützung auch tatsächlich genutzt werden.“
Bis zu 10.500 Euro Zuschuss mit Sanierungsfahrplan
Die Grundregel der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt gleich: Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle – darunter der Einbau neuer förderfähiger Fenster, Außentüren, Sonnenschutzsysteme oder einer Wärmedämmung – werden bei Investitionskosten von bis zu 30.000 Euro weiterhin mit 15 Prozent bezuschusst. Damit sind bis zu 4.500 Euro Zuschuss vom Staat möglich.
Wer mehr investieren möchte, kann mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) höhere förderfähige Ausgaben geltend machen. Dabei handelt es sich um einen von einem Energieeffizienzexperten erstellten Plan, der zeigt, mit welchen aufeinander abgestimmten Maßnahmen ein Gebäude Schritt für Schritt energetisch verbessert werden kann.
Neu ist dabei die Berechnung der Förderung. Der bislang glatte Zuschuss wurde in ein Staffelmodell umgewandelt. Die Kosten bis 30.000 Euro werden mit 15 Prozent bezuschusst, für den Teil der Investition zwischen 30.000 und 60.000 Euro beträgt der Zuschuss 20 Prozent. Wer die maximal förderfähigen 60.000 Euro investiert, kann damit insgesamt 10.500 Euro Zuschuss erhalten.
Neue Staffelung bei Mehrfamilienhäusern
Auch für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern wurde die Förderung neu geordnet und in ein Staffelmodell umgewandelt. Die Förderhöchstgrenze von 30.000 Euro gilt ohne Sanierungsfahrplan nur noch für die erste Wohneinheit. Für die zweite bis sechste Wohnung können jeweils 15.000 Euro und ab der siebten Wohnung jeweils 8.000 Euro als förderfähige Ausgaben angesetzt werden.
Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöhen sich die maximal förderfähigen Ausgaben deutlich. Bei einem Gebäude mit zehn Wohneinheiten sind damit beispielsweise Zuschüsse von bis zu 20.550 Euro ohne und bis zu 47.150 Euro mit Sanierungsfahrplan möglich.
Alternative zur Förderung: Kosten von der Steuer absetzen
Neben den direkten Förderzuschüssen besteht weiterhin die Möglichkeit, energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich geltend zu machen. Für begünstigte energetische Maßnahmen können insgesamt 20 Prozent der Aufwendungen über drei Jahre direkt von der Einkommensteuer abgezogen werden. Die maximale Steuerermäßigung beträgt so 40.000 Euro je Objekt. Förderzuschuss und Steuerbonus können allerdings nicht für dieselben Kosten genutzt werden. Eigentümer sollten deshalb vor Beginn der Sanierung vergleichen, welcher Weg für ihr Vorhaben günstiger ist.
Fördermittel finden
Eine erste Orientierung, welche Förderprogramme für das eigene Projekt rund um Fenster, Türen und Fassaden in Frage kommen, bietet das Wissensportal „Fenster können mehr“. Der VFF-Fördermittelassistent listet übersichtlich auf, welche Fördermaßnahmen am Projektstandort verfügbar sind. Außerdem hilft die Seite dabei, qualifizierte Fachbetriebe in der Nähe zu finden und zu kontaktieren.
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