Buchholz
Stellvertretender Bürgermeister Frank Piwecki bleibt im Amt
- Frank Piwecki hat gut Lachen: Mehrheitlich wurde er als stellvertretender Buchholzer Bürgermeister bestätigt
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Die Abwahl des stellvertretenden Buchholzer Bürgermeisters Frank Piwecki (60, SPD) stand jetzt in der Sitzung des Stadtrates Buchholz zur Diskussion. Wie berichtet, hatten die Grünen dessen Abwahl aufgrund der veränderten Mehrheitsverhältnisse im Rat beantragt, nachdem der Ratsherr Martin Gerdau im Februar aus der SPD-Fraktion ausgetreten war und dem Stadtrat nun als fraktionsloses Mitglied angehört. Von den 36 anwesenden Ratsmitgliedern lehnten 20 den Grünen-Antrag auf Abwahl Piweckis ab. Allerdings stimmten 16 zu.
Zuvor hatte Frerk Meyer (Grüne) den Antrag begründet, dass die Grünen als nunmehr zweitstärkste Fraktion im Rat sich im Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters bzw. der stellvertretenden Bürgermeisterin repräsentiert sehen wollen.
Bernhard Unger (CDU) sprach aus, was so manches Ratsmitglied dachte: "Es ist nicht immer einfach, Frank Piwecki ins Nachtgebet mit einzuschließen", so Unger. Er sagte jedoch auch: "Aber wir haben ihn zweimal demokratisch gewählt, weil er von den zwei Kandidaten der Geeignetste war." Piwecki übe das Ehrenamt mit viel Hingabe und Freude aus, erklärte Unger. Die Grünen hätten in der nächsten Wahlperiode die Möglichkeit, ihre Kandidaten aufzustellen. Und: "Nicht die Größe der Fraktion, sondern die Eignung entscheidet", so Unger weiter. Ein solcher Antrag sei keine Bewerbung für ein solch ehrenvolles Amt.
Julian Werner (SPD) erinnerte daran, dass die SPD 2021 als zweitstärkste Partei gewählt wurde und einen Auftrag der Bürger habe. Jemanden abzuwählen komme nur als letztes Mittel infrage, wenn er der Stadt nachweislich schade. Diesbezüglich sei Piwecki über jeden Zweifel erhaben.
Gudrun Eschment-Rechert (fraktionslos) beantragte schließlich eine geheime Abstimmung.
"Hier geht es um die Stadt und die Bürger", sagte Piwecki zu seinem Amt als stellvertretender Bürgermeister, das er bereits seit 2014 ausübt. Für das mehrheitliche Ergebnis zu seinen Gunsten bedankte sich Frank Piwecki und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, mit dem Rat bis zur Kommunalwahl im September 2026 noch weiter gut zusammenzuarbeiten. Er gab aber auch zu, dass er den Antrag auf Abwahl persönlich nehme und das Vertrauen schon ein Stück weit zerstört sei, zumal nur einer der Grünen zuvor das Gespräch mit ihm gesucht habe.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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