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Klassisches Gewerbe und innovative Unternehmen (weiß) sowie Büronutzung im Campus (blau): 
So sieht die aktuelle Planung für den TIP aus
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    So sieht die aktuelle Planung für den TIP aus
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Mehrheit der Politik steht fest zum Technologie- und Innovationspark in Buchholz

os. Buchholz. "Wir haben keine einzige Gewerbefläche mehr, die Nachfrage nach einer Ansiedlung in Buchholz ist aber weiter groß. Entweder wir handeln jetzt oder wir werden abgehängt." Mit diesen Worten warb Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse auf der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses um Zustimmung für den Technologie- und Innovationspark (TIP). Die Politiker folgten ihm mehrheitlich und stimmten für die Änderung des Flächennutzungsplans. Die Umsetzung eines der spektakulärsten Bauprojekte im Landkreis Harburg ist wieder ein Stück näher gerückt.
Auf dem rund 18 Hektar großen Areal plant die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH) die Ansiedlung von hochinnovativen Unternehmen, dazu klassisches Gewerbe und den "Nordheide-Campus" mit Büro- und Veranstaltungsgebäuden. Letzterer soll laut Stadtplaner Christoph Stellmacher das "Rückgrat" des TIP bilden. Dort soll auch der Austausch zwischen universitären Einrichtungen, aber insbesondere der Wissenstransfer zwischen Hochschulen und den Unternehmen stattfinden. Wie berichtet, hat die WLH bereits Kooperationsvereinbarungen mit acht Institutionen für eine Zusammenarbeit im Campus geschlossen, u.a. mit der Hochschule 21 in Buxtehude und dem Offis Institut für Informatik der Universität Oldenburg.
Stellmacher stellte die mittlerweile sehr detaillierten Planungen im Fachausschuss vor. Demnach soll der TIP in acht Teilbereiche aufgeteilt werden und gerade an den Außengrenzen eine "maximale Flexibilität in den Baulinien" bieten. Eine besondere Architektur und gegliederte Fassaden soll dazu beitragen, dass Buchholz ein vernünftiges Eingangstor erhält.
Insgesamt sollen 15,7 Hektar Fläche versiegelt werden. Als grünplanerische Kompensation werden im Planungsgebiet u.a. 81 Bäume gepflanzt. Zudem werden außerhalb des Planungsgebietes auf insgesamt 22,2 Hektar u.a. Nadel- zu Mischwald aufgewertet. Der Großteil der Flächen liegt auf Buchholzer Stadtgebiet, zwei Hektar liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Rosengarten.
Kritik an der Planung kam von den Ratsmitgliedern Gudrun Eschment-Reichert (SPD) und Peter Eckhoff (Buchholzer Liste). Eschment-Reichert monierte, dass es bei der Nutzung zu viele Ausnahmen von klassischem Gewerbe gebe. Z.B. seien Sportanlagen, eine Disko oder ein Kino im TIP zulässig. "So habe ich mir ein modernes Gewerbegebiet nicht vorgestellt. An der Nutzung muss noch intensiv gearbeitet werden." Eckhoff kritisierte, dass durch den TIP zwei Ortschaften zusammenwachsen und das wichtige "Sichtbeziehungen" verloren gehen. Die Idee des TIP sei gut, werde aber an der falschen Stelle umgesetzt. Eckhoff plädierte für einen Standort in Bahnhofsnähe. Aber: Dort stehen die Flächen gar nicht für eine Bebauung zur Verfügung.
René Meyer, Prokurist der WLH, betonte auf WOCHENBLATT-Nachfrage, dass über die genaue Nutzung noch nicht entschieden sei. Zudem regele der Vertrag zwischen der Stadt Buchholz und der WLH, dass die Stadt bei der Ansiedlung von Unternehmen ein Mitspracherecht habe. "Die WLH kann und will im TIP keine Unternehmen frei ansiedeln", sagte Meyer. Er beruhigte auch Kritiker, die in Sorge wegen der wegfallenden Streuobstwiese im Plangebiet sind. "Wir werden neue Streuobstwiesen schaffen, zwar nicht in der jetzigen Tiefe, dafür aber auf einem breiten Streifen", erklärte Meyer.
Bis Ende des Jahres, hofft Meyer, soll der Bebauungsplan stehen: "Wir würden dann gerne die Ausschreibungen machen und im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen."

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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