Verhalten bei Hitzewellen
Chefarzt Dr. Marco Dominick mit Tipps

Referent Dr. Marco Dominick, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Buchholzer Krankenhauses | Foto: Stadt Buchholz
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Zwischen Hitzetagen mit Höchsttemperaturen von 30 Grad und mehr sowie der Zahl der stationären Behandlungen in den Krankenhäusern besteht ein direkter Zusammenhang. Besonders häufig sind ältere Menschen betroffen, die aufgrund chronischer Erkrankungen vorgeschädigt sind. Das verdeutlichte Dr. Marco Dominick, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Krankenhaus Buchholz, jüngst bei seinem Vortrag „Klimawandel und Gesundheit: Folgen für Senioren“ auf Einladung des Klimaforums Buchholz.

Der Großteil der Patientinnen und Patienten, die aufgrund von Hitze in der ZNA landen, seien zwischen 55 und 90 Jahre alt, berichtete Dominick. Die meisten von ihnen litten unter Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Parkinson, Demenz oder höhergradiger Adipositas. „Nierenfunktionsstörungen gehören zu den häufigsten Gründen für Krankenhausaufenthalte in Hitzewellen“, betonte Dominick. Ein Hitzschlag sei dagegen eher selten.

Der Internist und Altersmediziner gab verschiedene Empfehlungen zur Verhaltensanpassung während Hitzeperioden. Diese gelten vor allem für Senioren, aber auch für andere Personengruppen:
· Mindestens eineinhalb bis zwei Liter pro Tag trinken
· Trinkplan zur Selbstkontrolle führen
· Abends weniger trinken, gerade wenn Inkontinenzprobleme bestehen
· Alkohol während der Hitzewelle vermeiden
· Mineralwasser eher trinken als Leitungswasser
· Lauwarme Getränke eher als sehr kalte Getränke
· Wasserreiches Obst und Gemüse ergänzen (Melone, Gurke, Tomate)
· Körper kühl halten (kühl duschen oder baden, Arm- und Fußbäder, feuchte Tücher und Wasserspray
· Wohnung kühl halten (tagsüber schattieren, nachts lüften, feuchte Tücher aufhängen)
· Körperliche Anstrengungen vermeiden
· Kopfbedeckung tragen, leichte Kleidung, Nacht- und Bettwäsche
· Arztgespräch durchführen (eventuell Medikamente bei Hitze anpassen, Netzwerk der Helfer organisieren).

Redakteur:

Stefanie Hansen aus Tostedt

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