Special Olympics Deutschland
Ein Multi-Sportevent für alle
- Amelie Janssen hält Balance auf dem Schwebebalken
- Foto: cc
- hochgeladen von Roman Cebulok
08-Turnriege nominiert: Beeinträchtigungen rücken in Hintergrund
Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland werfen ihre Schatten voraus – und mittendrin ist die inklusive Turnriege des TSV Buchholz 08. Gleich sieben junge Athletinnen und Athleten aus der Nordheide wurden für das größte inklusive Multisport-Event Deutschlands nominiert.
Mit dabei sind Amelie Janßen (13), Bianca Becker (14), Leonie Schmid (21), Helen Graeger (11), Lina Huber (10), Anton Thiele (11) und Lucio Becker (14), die vom 15. bis 20. Juni bei den Nationalen Spielen im Saarland im Gerätturnen antreten und von den Trainerinnen Carolin Janßen sowie Amy und Lisann Rudolf begleitet werden.
Für viele Teilnehmende ist die Veranstaltung nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern zugleich eine mögliche Qualifikation für die Special Olympics World Games 2027 in Santiago de Chile.
Dass die Nominierung kein Zufall ist, bewiesen einige Mitglieder des 08-Teams bereits Ende 2025 bei der „International Friendship Challenge“ im norwegischen Lørenskog. Bianca und Lucio Becker sowie Leonie Schmid überzeugten dort mit starken Leistungen in den Gerätefinals.
Die Vorbereitung auf die Nationalen Spiele läuft derzeit auf Hochtouren. Bei den landesoffenen Kreismeisterschaften in der Buchholzer Nordheidehalle sammelten die Sportlerinnen und Sportler zuletzt wichtige Wettkampfpraxis.
Besonders hervor tat sich dabei Lucio Becker: Er präsentierte erstmals eine Riesenfelge rückwärts gestreckt am Hochreck – dem rund 2,80 Meter hohen „Königsgerät“ des Männerturnens – und wurde dafür mit einer Siegertrophäe belohnt. Auch Amelie Janßen, Lina Huber, Bianca Becker und Leonie Schmid sicherten sich jeweils Siege in ihren Schwierigkeitsklassen.
Für die Nationalen Spiele wurden rund 4.300 Sportlerinnen und Sportler in 27 Sportarten nominiert, darunter 3.800 Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung sowie zahlreiche sogenannte Unified-Partner ohne Behinderung. Wettkampfstätten sind unter anderem Saarbrücken sowie erstmals auch das französische Forbach, wo Wettbewerbe grenzüberschreitend ausgetragen werden.
Die Nationalen Spiele sind dabei weit mehr als ein reines Sportereignis: Sie schaffen Sichtbarkeit für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und zeigen eindrucksvoll, wie Sport verbinden kann. (cc)
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Redakteur:Roman Cebulok aus Buchholz |
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