Landesapothekerverband Niedersachsen
Apotheken aus ihrer „Inkasso-Funktion“ befreien

Die kompetente Beratung gehört zu den Aufgaben der Apotheken | Foto: ABDA
  • Die kompetente Beratung gehört zu den Aufgaben der Apotheken
  • Foto: ABDA
  • hochgeladen von Axel-Holger Haase

Mit Blick auf die für 2027 geplante Erhöhung der Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel fordert der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) die Bundesregierung auf, die Apotheken unverzüglich von ihrer Rolle als „Inkassostelle“ der Krankenkassen zu befreien. Künftig sollen die Krankenkassen die Zuzahlungen selbst von ihren Versicherten einziehen, fordert der LAV.

Die Apotheken sind derzeit noch gesetzlich verpflichtet, die Selbstbeteiligung der Patientinnen und Patienten für Arzneimittel im Auftrag der Krankenkassen einzuziehen. Diese Leistung wird den Apotheken nicht vergütet. Die Transaktionskosten bei Kartenzahlungen und die Kosten bei Zahlungsausfällen müssen Apotheken selbst tragen.

Keine weiteren Aufgaben übernehmen

„Es kann nicht sein, dass Apotheken immer noch Aufgaben der Krankenkassen übernehmen, dafür keinen Cent erhalten und zugleich das volle Risiko tragen müssen“, kritisiert Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des LAV. „Wir sehen deshalb die Krankenkassen in der Pflicht, die Zuzahlungen direkt bei ihren Versicherten einzuziehen statt über die Apotheken, so wie es bei Krankenhauszuzahlungen schon lange gemacht wird“, fordert der LAV-Vorstandsvorsitzende.

Dass die Zuzahlungen auch direkt von den Krankenkassen einbezogen werden können, ist aus Sicht des LAV keine Frage fehlender Möglichkeiten: „Die möglichen Wege, wie Krankenkassen Zuzahlungen direkt von ihren Versicherten einbeziehen könnten, sind bekannt – sowohl bei den Krankenkassen als auch bei der Politik. Die Apotheken müssen aus ihrer „Inkasso-Funktion“ befreit werden – und zwar sofort!“, betont Groeneveld.

Die eigentlichen Aufgaben

Der Wegfall dieser Aufgabe entlastet die Apotheken und verschafft ihnen mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben: die pharmazeutische Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten sowie die Einführung neuer Dienstleistungen, die der Gesetzgeber für Apotheken vorsieht. „Davon werden vor allem die Patientinnen und Patienten profitieren“, unterstreicht der LAV-Vorstandsvorsitzende.

Ablehnung höherer Zuzahlung

Der LAV lehnt höhere Zuzahlungen für Arzneimittel grundsätzlich ab. „Höhere Zuzahlungen führen dazu, dass sich manche Patientinnen und Patienten notwendige Medikamente nicht mehr leisten können. Therapieabbrüche und verschleppte Erkrankungen werden die Folge sein – und am Ende sogar höhere Kosten für das Gesundheitssystem verursachen. Eine gute Gesundheitsversorgung muss für jede und jeden erreichbar sein – und das unabhängig vom Einkommen“, fordert Groeneveld.

Redakteur:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

Webseite von Axel-Holger Haase
Axel-Holger Haase auf Facebook
Axel-Holger Haase auf Instagram
Axel-Holger Haase auf YouTube

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

13 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ