Stader Notrufe landen künftig in Lüneburg

Vier Monitore hat jeder Mitarbeiter der Leitstelle vor sich. Mit wenigen Mausklicks werden Informationen - etwa der Sendemast, von dem ein Handyanruf abgeht, - ermittelt und angezeigt | Foto: tk
  • Vier Monitore hat jeder Mitarbeiter der Leitstelle vor sich. Mit wenigen Mausklicks werden Informationen - etwa der Sendemast, von dem ein Handyanruf abgeht, - ermittelt und angezeigt
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Zeugen werden gesucht
Einbrüche in Wohnhäuser in Neu Wulmstorf und Otter

Zu zwei Einbrüchen kam es am Dienstag in einem Mehrfamilienhaus in Neu Wulmstorf an der Straße Im Dorfe. In der Zeit zwischen 9 und 13 Uhr betraten die Täter das Haus, nachdem sie die Eingangstür aufgehebelt hatten. Anschließend brachen sie die Türen zweier Dachgeschosswohnungen auf. Sie durchsuchten einige Räume und erbeuteten dabei Bargeld. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nimmt der Zentrale Kriminaldienst der Polizei unter Tel. 04181 - 2850 entgegen. An der Weller Straße in...

Blaulicht

A26 bei Stade
Audi überschlägt sich nach Unfall im Berufsverkehr

Ein Unfall im Berufsverkehr am Donnerstag, 27. August, hat am frühen Morgen auf der A26 bei Stade für Behinderungen gesorgt. Gegen 7.35 Uhr wurde ein 19 Jahre alter Autofahrer aus Jork leicht verletzt, nachdem sein Audi mit einem Transporter zusammengestoßen war und sich überschlagen hatte. Der junge Mann war mit seinem Audi A3 aus Richtung Horneburg kommend in Richtung Stade auf der linken Spur unterwegs. An der Anschlussstelle Stade-Ost fuhr zeitgleich ein 23-Jähriger aus Stade mit einem...

Blaulicht

Zeugen nach Schuleinbruch gesucht
Einbrecher verwüsten Horneburger Grundschule

Nach dem Wochenende bot sich in einer Horneburger Grundschule ein unschönes Bild. Unbekannte hatten zwischen Freitagabend und Montagmorgen mehrere Fenster aufgebrochen und einen Klassenraum verwüstet. Die Täter gelangten über das Schulgelände am Leineweberstieg an das Gebäude und hebelten dort gewaltsam drei Fenster auf. Sie drangen in einen Klassenraum ein, den sie anschließend verwüsteten. Danach verließen sie die Schule offenbar wieder durch ein Fenster zum Schulhof. Der Schaden wird auf...

Blaulicht

Polizei sucht Zeugen
Volksverhetzende Schmierereien und Sachbeschädigungen an Grundschule

Mehrere Schmierereien, beschädigte Wahlplakate und eine zerstörte Bushaltestelle beschäftigen die Polizei in Buchholz. Zeugen entdeckten die Schäden am Montagmorgen, 24. August, im Bereich der Grundschule an der Straße Am Kattenberge. Auf der Fahrbahn und dem Parkplatz befanden sich mehrere Schmierereien, die nach Angaben der Polizei zum Teil volksverhetzenden Inhalt hatten. Zudem lagen beschädigte Wahlplakate verschiedener Parteien auf dem Boden. An einer Bushaltestelle wurde die gläserne...

Blaulicht

Täter in gelbem Auto
3.500 Euro Schaden nach Unfallflucht in Drochtersen

Ein beschädigter Kotflügel, Fahrerflucht und rund 3.500 Euro Schaden: Ein unbekannter Fahrer, der vermutlich in einem gelben Fahrzeug unterwegs war, hat am Dienstagvormittag in Drochtersen einen silbernen Opel Astra angefahren und ist danach einfach weitergefahren. Die 56-jährige Besitzerin des Opels war zwischen 10 und 12 Uhr an mehreren Orten in Drochtersen unterwegs. Als Unfallstelle kommen die Elbe-Apotheke, der Parkplatz der Elbmarschenschule und der Bereich an der Krautsander Staße 16...

Blaulicht

Kriminaldienst bittet um Hinweise
Kater in Buchholz mit Luftdruckwaffe angeschossen

Ein Kater ist am Montag, 17. August, vermutlich im nordwestlichen Bereich von Buchholz mit einer Luftdruckwaffe angeschossen worden. Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen. Das Tier war am Nachmittag des 17. August als Freigänger unterwegs. Gegen 18 Uhr kehrte der Kater zu seinem Zuhause zwischen den Straßen Steinbecker Mühlenweg und Am Kattenberge zurück. Dabei wies er eine Verletzung am Kopf auf. Am Dienstag, 18. August, entdeckte eine...

Blaulicht

Schaden von rund 5.000 Euro
Einbruch am Angelteich in Stade-Wiepenkathen

Unbekannte haben zwischen Sonntag, 16. August, 19 Uhr, und Mittwoch, 19. August, 15 Uhr einen Container an einem Angelteich in Stade-Wiepenkathen aufgebrochen. Der Teich liegt an der Bundesstraße 74 in Richtung Bremervörde. Aus dem Container nahmen die Täter mehrere Angelruten, Unterlagen und technische Geräte mit. Der entstandene Gesamtschaden wird von der Polizei auf rund 5.000 Euro geschätzt. Die Polizei sucht nun Zeugen. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Stade entgegen: Tel. 04141-102215

Blaulicht

THW Stelle-Winsen übt in Hoya und Barme
THW probt Rettung nach Erdbeben und Hochwasser

Trümmer durchsuchen, Verschüttete retten und gewaltige Wassermengen abpumpen: Drei Tage lang trainierten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Stelle-Winsen für den Katastrophenfall. Die Übung führte sie ins niedersächsische Hoya und auf den nahe gelegenen Wasserübungsplatz in Barme. Das Szenario stellte die Helfer vor anspruchsvolle Aufgaben. Angenommen wurde ein Erdbeben in der Grafschaft Hoya, ausgelöst durch Erdbohrungen. Mehrere Gebäude waren in der Übungslage eingestürzt...

Blaulicht
Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers im Anbau auf das Haupthaus verhindern | Foto: Feuerwehr Buchholz
2 Bilder

Bewohner wurden nicht verletzt
Anbau eines Einfamilienhauses brannte in Buchholz

Zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in der Mittelstraße wurde am Dienstag kurz vor 13 Uhr am die Feuerwehr Buchholz alarmiert. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte trafen die Bewohner vor dem Gebäude an und stellten eine massive Rauchentwicklung fest. Durch die umgehend eingeleitete Brandbekämpfung mit drei C-Rohren im etwa 60 Quadratmeter großen Anbau im rückseitigen Teil des Gebäudes konnte die Ausbreitung des Feuers auf das Haupthaus verhindert werden. Die Brandbekämpfung gestaltete...

Blaulicht

Aktuell: Der 15-Jährige ist wieder da
Jugendlicher aus Stade vermisst – Polizei bittet um Hinweise

+++ Aktuelle Meldung: Der Jugendliche ist wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. +++ Die Polizei sucht nach dem 15-jährigen Nabeel J. aus Stade. Der Jugendliche wird seit dem Abend des 22. August vermisst. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Nach Angaben der Polizei verließ Nabeel gegen 21.30 Uhr das Haus seiner Eltern. Er wollte sich noch in die Stader Innenstadt begeben. Seit Samstag um 18 Uhr besteht kein Kontakt mehr zu ihm. Wo sich der 15-Jährige derzeit aufhält, ist nicht...

Moderne Technik für mehr Sicherheit / Notrufe aus Stade werden ab März in Lüneburg entgegengenommen

tk. Landkreis. Es herrscht eine konzentrierte Ruhe in dem Raum. Vor jedem der zwölf Polizeibeamten in der Kooperativen Leitstelle Lüneburg (KLL) der Polizeidirektion Lüneburg stehen vier Monitore und ein Touchpad. "Guten Tag, Sie haben den Notruf gewählt." Einer der Beamten nimmt einen Notruf entgegen. Der Anrufer steht mitten im Nirgendwo im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Er hat einen Rucksack und ein Fahrrad im Wald gefunden. Der Mann erinnert sich an einen Straßennamen. Doch diese Straße ist in Hannover. Der Leitstellen-Mitarbeiter klickt sich durch einige Befehlsfelder. Jetzt wird auf einem der Monitore eine Karte mit den Sendemast angezeigt, von dem das Handysignal der Anrufers ausgestrahlt wird. Der Beamte fragt mit dieser Information gezielt weiter: Der Mann ist von einer breiten Straße auf einen Wirtschaftsweg abgebogen. "Da haben wir es", sagt der Polizist und markiert den Fundort auf einer Karte. "Ich kann auch auf Satellitenbilder umschalten und dabei jeden Baum erkennen", so der Leitstellen-Mitarbeiter über die Stärken der High-Tech-Leitstelle.

In dieser Leitstelle werden ab März auch alle Polizei-Notrufe aus dem Kreis Stade eingehen. "Unserer Mitarbeiter sind für diese Aufgaben extra geschult worden", sagt Lorenz Reimers, stellvertretender Chef der KLL. Das fehlende Ortskenntnis dazu führt, dass die Polizei im Kreis Stade demnächst später vor Ort sei, müsse niemand befürchten. Große Datenmengen seien in diesem System hinterlegt. Wenn ein Anrufer beispielsweise nur weiß, dass er in Buxtehude "bei Penny in Innenstadtnähe" steht, hat die Datenbank den Standort sofort lokalisiert.
Für besonders schützenswerte Gebäude, etwa Schulen oder Banken, sind Raumpläne, Telefonnummern und sogar Fotos des Gebäudes gespeichert. Wenn etwa ein Sondereinsatzkommando (SEK) anrücken müsse "können wir genau sagen, wo die Kollegen vorfahren sollen", so Reimers.

Hinter den Tischen der Mitarbeiter überwacht der Schichtführer an einem Stehpult die Arbeit. Er kann sich jeden Notruf abspielen lassen oder auch direkt in ein Gespräch gehen. "Das ist mitunter wichtig, wenn es Sprachprobleme gibt und wir jemanden zum Dolmetschen brauchen", sagt Hans-Jürgen Orth, Chef der Leitstelle.
Wenige Meter neben dieser Einsatzzentrale gibt es einen Raum, der über die selbe High-Tech-Ausrüstung verfügt. Hier finden Schulungen statt oder - wenn es wirklich bei Großeinsätzen brenzlig wird - die Koordination von Notruf und Einsatz. "Dann kann es etwas lauter werden und die Kollegen in der KLL können in Ruhe die normale Routine abarbeiten", so Orth.

Am 15. März wird Stade an die KLL angeschlossen. "Das merkt der Bürger aber überhaupt nicht", sagt Jens Eggersglüß, Dezernatsleiter Einsatz der Polizeidirektion. Er betont, wie wichtig es ist, dass im Zweifelsfall immer der Notruf gewählt wird. "Das kostet nichts und es ist besser, einmal zu viel als einmal zu wenig die 110 zu wählen."

• Die KLL in Zahlen und Fakten: Die Leitstelle ist seit August 2015 in Betrieb. Neben Stade wird jetzt der Landkreis Celle angeschlossen. 15.000 Notrufe laufen monatlich auf und 13.000 Einsätze werden gemanagt. Die KLL hat insgesamt 7,1 Millionen Euro gekostet. 73 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Die Lüneburger Leitstelle ist die zentrale Notruf-Anlaufstelle für 1,25 Millionen Menschen in den Landkreisen Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Rotenburg, Celle und Stade.

Redakteur:

Tom Kreib aus Buxtehude

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