Seniorin wurde fast überrumpelt und will andere warnen
Vorsicht vor diesen Schmuck-Käufern

Trickdiebe haben es auf Schmuck abgesehen Foto: tk
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Seniorin wurde fast überrumpelt und will andere warnen tk. Buxtehude. "Der Mann wurde richtig laut und aggressiv", sagt eine WOCHENBLATT-Leserin* (78), die beinahe Opfer eines mutmaßlichen Trickbetrügers wurde. Sie wollte eigentlich nur eine Handtasche verkaufen, doch der angebliche Käufer wollte nur eins: ihren Schmuck. "Das ist eine Masche, die immer wieder vorkommt", sagt Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Die Seniorin will andere warnen. "Ich bin nicht auf den Kopf gefallen, aber die haben mich fast überrumpelt."

Alles begann mit einem Telefonat wegen der Tasche. Die Frau am anderen Ende der Leitung fragte aber penetrant nach Schmuck. "Das sind Erbstücke, die ich nicht verkaufe", entgegnete die Buxtehuderin. Die mutmaßlichen Trickbetrüger witterten dennoch Beute. Um angeblich Taschen und Häkeldecken anzuschauen, vereinbarten sie einen Termin.

"Irgendwie bekam ich ein mulmiges Gefühl", sagt die Leserin. Wegen ein paar Deckchen würde doch niemand von Hannover nach Buxtehude fahren. Angeblich, so die Ankäuferin, habe sie ohnehin in der Estestadt zu tun. Die Leserin bat ihre Enkelin und eine Nachbarin, zum vereinbarten Termin in ihrer Wohnung zu sein.

Deutlich früher als vereinbart klingelte es aber am nächsten Tag. "Ich dachte, das ist meine Enkelin", sagt die Seniorin, die bedauert, überhaupt die Tür geöffnet zu haben. Ein Mann drängte sich in ihren Flur und wurde sehr schnell laut und aggressiv. "Wo ist der Schmuck?", herrschte er die 78-Jährige an. Die resolute Dame beharrte darauf, ihn nicht verkaufen zu wollen. Schimpfend zog er ab und drohte damit, die Seniorin zu verklagen.

"Gut, dass die Schmuckstücke nicht bereitlagen", sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Die Kriminellen würden entweder einen Spottpreis bezahlen oder in vielen Fällen einfach mit den Wertgegenständen flüchten. Am besten nie Haustürgeschäfte machen, so Bohmbach. Und wenn einem etwas komisch vorkommt, sofort die Polizei anrufen. "Auch über den Notruf 110", betont der Polizeisprecher. Nur dann gebe es die Chance, dreiste Trickbetrüger dingfest zu machen.
* Name der Redaktion bekannt

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