Model Antonia Wesseloh zwischen Unisaal und Laufsteg
Buxtehude: Karriere mit Köpfchen

Seit bald zehn Jahren im Modelbusiness unterwegs: Antonia Wesseloh aus Buxtehude
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  • Seit bald zehn Jahren im Modelbusiness unterwegs: Antonia Wesseloh aus Buxtehude
  • Foto: www.instagram.com/antoniawesseloh
  • hochgeladen von Alexandra Bisping

ab. Buxtehude. Ihre Modelkarriere kam durch ein Modevideo für Prada in Gang, Steven Meisel, einer der gefragtesten Modefotografen weltweit, nahm sie anschließend unter seine Fittiche: Da war Antonia Wesseloh kaum 15 Jahre alt. Seit bald zehn Jahren ist die gebürtige Buxtehuderin nun ein international gefragtes Model und auf den Laufstegen der Welt unterwegs. Neben dem Modeln verfolgt sie aber noch andere Interessen: Antonia Wesseloh studiert in Hamburg und hat vor Kurzem einen Podcast, unter anderem über ihren Job als Model, ins Leben gerufen. Mit dem WOCHENBLATT sprach sie über ihr Leben und ihre Pläne für die Zukunft.

Das sogenannte Namedropping betreibt die 24-jährige Buxtehuderin weniger: Wenn sie von ihrem Leben als Model und von der Fashion Week in London, New York, Paris und Mailand erzählt, gehören Namen wie Karl Lagerfeld eben dazu. Mehr als 200 Shows sei sie mittlerweile gelaufen, sagt Antonia Wesseloh. Dabei hatte die junge Frau das Modeln am Anfang gar nicht im Blick. "Ich saß zu Hause auf der Couch und wollte mich für ein Casting zu dem Film ,Die wilden Hühner' bewerben", erinnert sie sich. Damals sei sie 14 Jahre alt gewesen. Mehr aus einer Laune heraus habe sie sich dann bei Modelagenturen beworben und wurde prompt von einer Hamburger Agentur unter Vertrag genommen. 

"Mir war gar nicht bewusst, was das eigentlich bedeutet, zu modeln", sagt sie. Das sollte sich ändern, als eine Anfrage von Prada kam. Nachdem sie für das italienische Modelabel vor der Kamera gestanden hatte, ging es los. Es folgten Shootings für die italienische Vogue, Bookings für die Fashion Week, "ich war immer mehr unterwegs". 

Dabei ging Antonia noch zur Halepaghen-Schule in Buxtehude und versuchte, so gut wie möglich im Unterricht mitzukommen. "In der elften Klasse wurde ich für ein halbes Jahr beurlaubt. Die Klasse habe ich dann wiederholt, weil ich das Abi machen wollte", erzählt sie. Die Schule behielt sie im Fokus, auch als Vollzeitmodel. "Noch auf die Schule zu gehen, hat mir Sicherheit gegeben."

Sie sei viel alleine unterwegs, sagt Antonia. Auf ihren ersten zwei Trips nach New York sei ihre Bookerin mitgekommen, in New York habe sie sich mit anderen deutschen Models das Apartment geteilt und gemeinsam mit ihnen viel unternommen.

An einen coolen Job erinnert sich Antonia besonders gern: Für ein Münchner Label stand sie mit einem Pferd vor der Kamera - "einmalig", sagt sie. Auch für Chanel sei sie ein paar Mal unterwegs gewesen und habe Karl Lagerfeld getroffen: "Das war atemberaubend, mit ihm zu arbeiten. Er war sehr kreativ und hatte tolle Ideen."

Vor mehr als einem Jahr wechselte die Buxtehuderin zur Hamburger Agentur "Le Management". Zwischendurch stellte sie fest, dass sie sich für Psychologie interessierte. "So bin ich zu meinem Studium in Hamburg gekommen." Jetzt befindet sich Antonia Wesseloh im sechsten und damit letzten Semester vor ihrem Bachelor. Beim Modeln zwischendurch zu lernen mache Spaß. Sie könne sich vorstellen, später mal als Coach für junge Models zu arbeiten. "Modeln möchte ich aber, so lange es geht", fügt sie hinzu.

Mit einer Freundin und Modelkollegin, Jada Joyce, hat Antonia Wesseloh jetzt den Podcast "The Good and the Evil" (abzurufen bei Spotify) ins Leben gerufen. "Es war eigentlich eine Schnapsidee, die sich aber gut entwickelt." Sie habe gemerkt, wie sehr sich die Menschen für den Modeljob interessieren. "Wir wollten unsere Erfahrungen teilen und ein Podcast ist tiefgründiger und persönlicher als viele andere soziale Medien."

Auch im Privatleben läuft es bei Antonia Wesseloh: Im kommenden Jahr wird sie heiraten - auf einem Weingut in der Pfalz.

Seit bald zehn Jahren im Modelbusiness unterwegs: Antonia Wesseloh aus Buxtehude
Antonia Wesseloh hat schon für viele namhafte Fotografen und Labels gemodelt

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