Stackmann – Menschen des Jahres 2025
Ein Abend voller Herz, Humor und Haltung

Talkrunde bei Stackmann mit den auserwählten "Menschen des Jahres 2025" | Foto: Sandra Polenz
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Zum 25. Mal lud im Dezember das Haus Stackmann zur feierlichen Ehrung der „Menschen des Jahres“ – und machte damit einmal mehr deutlich, wofür das Buxtehuder Traditionshaus heute steht: nicht mehr allein für Mode, sondern für Begegnung, Austausch und Inspiration. Viele Gäste erlebten einen ebenso festlichen wie unterhaltsamen Abend, der von Musik, persönlichen Geschichten und gesellschaftlichem Engagement geprägt war. 

Musikalischer Rahmen mit Weltklasse-Potenzial

Für den musikalischen Glanz sorgten die Boogie Woogie Twins, Merito und Rogerio Antonio (beide 22 Jahre), zwei junge Pianisten, die sich mit beeindruckender Virtuosität ganz dem Boogie Woogie verschrieben haben. Mal einzeln, mal vierhändig an einem Klavier, eröffneten sie den Abend, überbrückten schwungvoll die Pause und setzten den Schlusspunkt unter eine rundum gelungene Veranstaltung. Ihre scheinbar mühelose Beherrschung der rasanten Stücke ließ das Publikum staunen. Ein Ausblick machte neugierig: 2026 stehen unter anderem vier Konzerte in der Elbphilharmonie auf dem Programm.

Ein Haus als Erlebnisraum

Die feierliche Eröffnung übernahm Fabian Stackmann (39), Mitglied der Geschäftsführung, der vor sieben Wochen erneut Vater geworden ist. In seiner Begrüßungsrede betonte er den Wandel des Hauses: Stackmann sei längst ein „Erlebnishaus“ mit Lesungen, Talkrunden und Veranstaltungen, das Menschen miteinander verbinde. Ein Anspruch, der an diesem Abend sichtbar gelebt wurde.

Fußballleidenschaft und große Ziele

Als erster Talkgast wurde Liam Giwah (25), Spieler des Jahres 2025 beim SV Drochtersen-Assel, begrüßt. Der Vollblut-Fußballer ist ausgebildeter Toningenieur, widmet sich jedoch vollberuflich dem Sport. Gemeinsam mit Vereinspräsident Rigo Gooßen sprach er über Talent, Disziplin und Visionen. Gooßen hob Liams außergewöhnliche Fähigkeiten hervor und machte deutlich: Das große Ziel des Vereins ist der Aufstieg in die 3. Liga. Umfangreiche Modernisierungs- und Ausbauprojekte am Stadion seien wichtige Schritte auf diesem Weg.

Politik nahbar und persönlich

Dass Politik auch sympathisch und bodenständig sein kann, zeigte Andreas Rieckhof. Der ehemalige Hamburger Staatsrat erzählte humorvoll aus seinem politischen Alltag – und aus der Zeit, als er mit Olaf Scholz in einer WG lebte. In seiner Amtszeit in Stade war Rieckhof maßgeblich an Projekten wie der S-Bahn-Anbindung nach Stade und dem Bau der A26 beteiligt. 

Weltmeisterin, Mutter, Medizinerin

Großen Applaus erhielt Dr. Julia Kopf (40), Wahl-Buxtehuderin, Mutter, Fachärztin für Chirurgie und Orthopädie sowie Weltmeisterin der Seniorinnen im Beachvolleyball. Seit ihrer Kindheit dem Volleyball verbunden, beeindruckte sie mit ihrer Energie und Disziplin. Stillstand kennt sie nicht: Für 2026 fiebert sie gemeinsam mit ihrer Partnerin den Europameisterschaften entgegen.

Politischer Mut statt „German Angst“

Per Video zugeschaltet war Vanessa Zobel, Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Deutschen Bundestag, die sich am selben Abend in Berlin zu Sitzungen mit dem Bundeskanzler aufhielt. Die zweifache Mutter und ehemalige Bankkauffrau schilderte ihren schnellen politischen Aufstieg und warb für mehr „German Mut“ statt „German Angst“. Ihr Fazit nach wenigen Monaten im Amt: über Schatten springen zu lernen – und am Ende des Tages stolz darauf zu sein, mitwirken und etwas bewegen zu können.

Eine Buxtehuder Mediziner-Legende

Als „Elbe-Klinik-Legende“ kündigte Wolfgang Dr. Wolfram Körner an – und traf damit den Nerv des Publikums. 33 Jahre lang arbeitete der Facharzt für Chirurgie, Sport- und Rettungsmedizin in Buxtehude, operierte tausende Patientinnen und Patienten und prägte den exzellenten Ruf der Kniechirurgie im Elbe Klinikum weit über die Region hinaus. Auch im Sport engagierte er sich, unter anderem als langjähriger Mannschaftsarzt der BSV-Handballfrauen. Der Ruhestand? Nur teilweise: Körner arbeitet weiterhin, nun auch gemeinsam mit seinem Sohn, ebenfalls Chirurg.

Ein emotionaler Schlusspunkt

Den krönenden Abschluss bildete Emily Vogel (27), frischgebackene Vize-Handball-Weltmeisterin. Mit ihrer ansteckenden Freude begeisterte sie das Publikum. Gemeinsam mit Buchautor Christoph Stukenbrock, der in seinem neuen Buch „Sheroes“ den Frauensport beleuchtet, sprach sie nicht nur über sportliche Euphorie nach dem Vize-Gewinn, sondern auch über strukturelle Missstände. Emilys Hoffnung: dass der Frauenhandball nachhaltig von der aktuellen Begeisterung profitiert – durch mehr Unterstützung von Sponsoren, Fans und Zuschauern.

Ein Abend, der bleibt

Die 25. Ausgabe der „Menschen des Jahres“ zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Engagement, Leidenschaft und Mut in der Region sind. Ein Jubiläumsabend, der nicht nur ehrte, sondern verband – ganz im Sinne des Hauses Stackmann.

Redakteur:

Sandra Polenz aus Buxtehude

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