Die "Princess of the Sea" macht Mermaid Pop
Eine singende Meerjungfrau hat es an Land verschlagen

Jana Jindra macht Mermaid Pop
  • Jana Jindra macht Mermaid Pop
  • Foto: Michael Schreiner
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Buxtehude. Was macht eine Meerjungfrau, die es in Menschengestalt aufs Trockene verschlagen hat und die als Musikerin mit einem Faible für Pop, Jazz und experimentelle Klänge durchstarten will? Sie macht den von ihr erfundenen "Mermaid Pop", ein neuer Musikstil. Jana Jindra, die sich "Princess of the Sea" nennt, hat genau das vor. Im WOCHENBLATT erzählt die Gesangslehrerin an der Buxtehuder Musikschule "A Capella" über ihre ersten Mermaid-Song, andere kreative Projekte und darüber, wie es sich als Meerjungfrau unter Menschen lebt.

Musik, sagt Jana Jindra, hat sie schon seit Kindertagen gemacht: Gesang, Querflöte und Klavier. Studiert hat sie Musikwissenschaft. Und seit sie zurückdenken kann, sei Wasser ihr Element gewesen, eine Welt, in der sie sich wohler fühle als an Land. Wer Jana Jindra fragt, ob die "Princess of the Sea" nicht eine spannende Kunstfigur für das Projekt "Mermaid Pop" ist, bekommt die Antwort: "Es gibt Tage, da wünschte ich mir, dass es so wäre." Meerjungfrauen würden anders, freier leben wollen. "Letztendlich ist das Leben als Meerjungfrau für mich selbstverständlich", stellt Jana Jindra fest. Dazu gehört auch, dass sie das Haus oft als Meerjungfrau geschminkt verlässt. "Aber nicht immer", sagt sie und lacht. Denn: Am Anfang habe die Verwandlung mit Farbe zwei Stunden gedauert. "Inzwischen nur noch 45 Minuten." Dass sie mit ihrem Meerjungfrauen-Styling auffällt, weiß die "Princess of the Sea". "Was hat die da im Gesicht", sei eine Frage, die sie öfter zu hören bekomme. Der Weg, den sie äußerlich sichtbar und mit der Musik beschritten hat "ist aber der einzige, der mich lebendig hält".

Und dazu gehört eben auch Mermaid Pop. Jana Jindra ist dabei eine klassische Singer-Songwriterin, die ihre Stücke etwas anders arrangiert. "Unter Wasser hört man nicht viel. Es sind eher Klänge, die man wahrnimmt", sagt sie. Wasserklänge seien Rauschen und Plätschern oder mal ein wellenähnlicher Rhythmus. Zwölf Mermaid-Songs sind fertig, zwei davon im Studio eingespielt. Ihr fertig abgemischter Song "The One" handelt davon, dass man sich selbst lieben muss und geliebt werden nicht nur anderswo sucht. "Wir wollen immer nur den einen finden und vergessen dabei uns selbst", sagt Jana Jindra.

Bei Auftritten spielt sie entweder als Solokünstlerin mit Gesang und Piano oder sie steht mit einer kleinen Band auf der Bühne. Es gehe darum, einen eigenen Klang zu entwickeln und nicht einen anderen Stil zu imitieren. "Das vermittele ich auch meinen Schülern", sagt Jana Jindra.  Ich-sein, authentisch sein und daraus Kreativität zu entwickeln, ist für die "Princess of the Sea" ein großes Thema. 

Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass das bei Jana Jindra über Musik hinausgeht. Sie  hat einen Ausmalkalender mit Interaktionsaufgaben gemalt und gestaltet. "Wer die Bilder ausmalt und die kleinen Aufgaben erfüllt, "der kommt ins Kreative und ins Spielen", sagt die Künstlerin. Etwas, das in unserem Alltag oft fehlt oder zu kurz kommt.

Die kreative "Princess of the Sea" plant übrigens einen Umzug nach Buxtehude. Sie wäre dann die erste Meerjungfrau in der Estestadt. Die setzt aufs Maritime - passt also. 
• Mehr über "Princess of the Sea": Website: www.janajindra.com,
Außerdem: YouTube, Instagramm und Facebook.

Autor:

Tom Kreib

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