Buxtehuder Rollifahrer ist endlich wieder mobiler
Happy End mit dem E-Fix

Sie kämpfen gemeinsam für den E-Fix (v.li.): Anja und Torsten Wudtke sowie seine Schwester 
Wencke Kolarczyk
  • Sie kämpfen gemeinsam für den E-Fix (v.li.): Anja und Torsten Wudtke sowie seine Schwester
    Wencke Kolarczyk
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  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Buxtehude. "Wir waren schon zusammen auf dem Buxtehuder Weinfest ," sagt Anja Wudtke. Was für andere Menschen ein normales Freizeitvergnügen ist, blieb ihrem Mann Torsten Wudtke aus dem Buxtehuder Süden bislang verwehrt. Er sitzt nach einem Hirnschlag vor drei Jahren im Rollstuhl. Fast anderthalb Jahre lang hat seine Frau dafür gekämpft, dass er einen E-Fix bekommt. Das ist ein mobiler E-Antrieb, der an Rollstühle montiert wird. "Es gab jetzt endlich ein Happy End", freut sich Anja Wudtke.

Das WOCHENBLATT hatte vor einigen Monaten über Torsten und Anja Wudtke berichtet. Ihre Krankenkasse, die AOK, wollte keinen E-Fix finanzieren, weil der sehr viel teurer ist als beispielsweise ein E-Scooter. Den wollten aber die Wudtkes nicht, weil so ein schweres Riesengefährt nicht ins Auto passt. Der angepasste Rollstuhl von Torsten Wudtke ist dagegen leicht zusammenklappbar und  mit dem E-Fix außerordentlich mobil. Der Antrieb ist notwendig, weil die zierliche Anja Wudtke ihren Mann samt Rollstuhl, mit einem Gewicht von mehr als 110 Kilogramm, nicht über längere Strecken schieben kann. 

Als Kompromiss hatte die AOK damals angeboten, einen E-Fix zu genehmigen, die Kosten aber nur bis zur Höhe eines E-Scooters zu übernehmen. 

Daraufhin hatte Anja Wudtke recherchiert und einen gebrauchten E-Fix für rund 2.000 Euro gefunden. Ein Sanitätshaus riet ihr jedoch davon ab. Zu ungewiss sei die Qualität. Und dann gab es das kleine Wunder: "Die AOK hat selbst gesucht und einen guten gebrauchten E-Fix gefunden und die Kosten komplett übernommen", berichtet Anja Wudtke. 

Seit dem 12. August ist Torsten Wudtke wieder mobil. Jetzt kann das Ehepaar auch planen, was bislang nur ein Traum war: ein Miniurlaub an der See.
Es war ein langer und harter Kampf für dieses kleine Gerät. Unzählige Briefe hat Anja Wudtke geschrieben und diverse Gutachten beigebracht. Dass nun alles ein gutes Ende gefunden hat, lehrt sie eins: "Es lohnt sich, dranzubleiben und nicht aufzugeben, wenn etwas wirklich wichtig ist."

Autor:

Tom Kreib

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