Politische „Kreuzfahr†en“ auf der Este

Peter Schmidt (li.) mit dem "Inselvater" Jürgen K. F. Rohde vor der Kunstinsel
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  • Peter Schmidt (li.) mit dem "Inselvater" Jürgen K. F. Rohde vor der Kunstinsel
  • hochgeladen von Mitja Schrader

mi. Buxtehude. „Kreuzfahr†en“ heißt das Kunstwerk, das nun ein Jahr die „Kunstinsel“ in der Este am Stadtpark direkt vor dem Restaurant „din hau“ in Buxtehude zieren wird. Die Installation, ein 2,50 mal 1,10 Meter großes Styropor-Schiff, stellt die allgegenwärtigen Bilder von Flüchtlingen in überfüllten, seeuntüchtigen Booten, Kreuzfahrern auf Luxusschiffen gegenüber. Beide Gruppen werden durch Comicfiguren symbolisiert. Wobei die „Schieflage“ des Schiffes ein Statement zur Situation der Reisenden ist.
„Die Idee kam mir“, so Peter Schmidt, „als ich selbst auf einer Mittelmeerkreuzfahrt unterwegs war“. „Du sitzt hier privilegiert und sicher an Bord, während im selben Meer Menschen ums nackte Überleben kämpfen“, habe er sich gedacht. Dazu kommt, Peter Schmidt, dessen künstlerisches Schaffen sich sonst auf die Musik beschränkt, wollte mal etwas „ohne Ton“ machen. So ganz geschafft habe er das aber doch nicht. Denn die „Kreuzfahr†en“ sind Teil seines größeren Projekts „Alle in einem Boot“, zu dem außer einen Gemälde mit dem Titel „Help“- das in seinem Schaufenster in der Langestraße 10 zu sehen sein wird - auch eine Komposition, die der Künstler „Heimat“ getauft hat, gehört. Die Uraufführung wird bei „Rock Meets Classic“ im Oktober sein.
Das „Wassern“ der Kunstinsel ging, dank tatkräftiger Hilfe durch die Feuerwehr Buxtehude, einfach von der Hand. Dafür, dass die Skulptur nicht untergeht, sorgten jugendliche Helfer der Jugendwerkstatt „Walze“, die den Schwimmer für die Kunstinsel zimmerten und gestalteten.
Susanne Wiegel vom Kulturbüro der Stadt Buxtehude freute sich über die reibungslose Aktion und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.
Viel Lob gab es auch von Jürgen K. F. Rohde. Der Künstler rief das Kunstinselprojekt 2009 ins Leben: „Auch wenn es im Vorfeld am diesjährigen Werk vor allem aus der Künstlerszene Kritik gab, glaube ich, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.“

Peter Schmidt (li.) mit dem "Inselvater" Jürgen K. F. Rohde vor der Kunstinsel
Dank der engagierten Hilfe der Feuerwehr 
war die Kunstinsel schnell vertäut

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