Neue Pläne nach Bürgerumfrage
Verkehrsversuch in der Bahnhofstraße

Die Fotomontage zeigt, wie die Bahnhofstraße ab dem kommenden Jahr aussehen könnte | Foto: PGV-Alrutz GbR
  • Die Fotomontage zeigt, wie die Bahnhofstraße ab dem kommenden Jahr aussehen könnte
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Die Planungen für den Verkehrsversuch in der Bahnhofstraße nehmen Fahrt auf. In den Sommerferien 2026 soll sich die konfliktbelastete Straße grundlegend verändern. Nach Workshops, Diskussionen und einer Bürgerumfrage stellte die Verwaltung den überarbeiteten Entwurf nun in einer Ausschusssitzung vor.

Mehr Platz für Fußgänger, weniger Tempo für Autos

Die Idee: Mit vergleichsweise einfachen Mitteln soll die Straße neu aufgeteilt werden. Radfahrende sollen künftig auf die Fahrbahn, der Seitenraum wird zum Gehweg. Das schafft Platz für Passanten und soll die Aufenthaltsqualität erhöhen. Autos dürfen nur noch mit höchstens 20 Stundenkilometern unterwegs sein.

Planungsänderungen gab es bei der Verkehrsführung: Die Bahnhofstraße soll künftig nur noch aus Richtung Bahnhof befahrbar sein und nicht, wie zuvor vorgesehen, bloß zwischen Gildestraße und Genslerweg einseitig laufen. Das soll die Angelegenheit für Autofahrer übersichtlicher machen. Von der Poststraße aus ist dann die Zufahrt für Autos nicht mehr möglich. Alle Geschäfte und Einrichtungen bleiben erreichbar, aber die Richtung ist klar vorgegeben.

Streit um den Busverkehr

Für Diskussion im Ausschuss für Bau- und Grundstücksmanagement der gemeinsam mit dem Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Feuerschutz tagte, sorgte vor allem die Frage, ob die Einbahnregelung auch für Busse gelten soll. Verkehrszählungen zeigen: Etwa 90 bis 100 Busse fahren täglich durch die Straße, dazu kommen rund 2.000 Radfahrende am Tag.

Die CDU warnte davor, Radfahrende durch den dichten Busverkehr in beide Richtungen zu verunsichern, und plädierte für eine klare Linie. Doch nicht alle wollten den ÖPNV einschränken. „Man sollte den nachhaltigen Verkehr nicht gegeneinander ausspielen“, sagte Gerrit Steffens (SPD). Würde die Erreichbarkeit der Bahnhofstraße mit dem Bus eingeschränkt, verliere die klimafreundliche Alternative an Attraktivität – genau das solle vermieden werden.

Bürger wollen Veränderung

Dass in der Bahnhofstraße Handlungsbedarf besteht, zeigen die Ergebnisse einer Bürgerumfrage. Die teilnehmenden Buxtehuderinnen und Buxtehuder nutzen die Bahnhofstraße hauptsächlich zum Einkaufen oder als Durchfahrtsstraße, doch gerade Radfahrende bewerten die momentane Situation als unzureichend. Auch die Aufenthaltsqualität erhielt schlechte Noten.

Ein Jahr auf Probe

Wichtig für viele Bürgerinnen und Bürger: Für die Umsetzung müssen keine Bäume gefällt werden. Nun soll der Ausschussbeschluss die bestmögliche Ausgangslage für den einjährigen Test schaffen – mit dem einstimmigen Beschluss ist ein erster Schritt getan. Ob die Maßnahmen tatsächlich zu mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität führen, soll der Verkehrsversuch ab Sommer 2026 zeigen.

Redakteur:

Pauline Bellmann aus Buxtehude

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