WOCHENBLATT-Leser schildern Erlebnisse mit öffentlichem Nahverkehr
Von dunklen Bahnhöfen und vollen Zügen

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sla. Buxtehude. In dem WOCHENBLATT-Artikel "Schockiert von den Bahn-Zuständen" wurden die Leserinnen und Leser aufgefordert, ihre Erlebnisse und Wünsche bezüglich des öffentlichen Nahverkehrs und der Bahnhöfe mitzuteilen. Zusammenfassend zeigt sich aus den zahlreichen Zuschriften, dass insbesondere die Häufung der Verspätungen und eine unzureichende Information hierüber das hauptsächliche Ärgernis ist. Zudem fanden viele Leserinnen und Leser die Zustände der Bahnhöfe im Landkreis Stade mehr als traurig.
Hier nur einige Auszüge aus den Zuschriften:
Hanne Krieger aus Horneburg: "Etwas besser geworden ist die Auskunft durch den Zugführer, wenn die Bahn irgendwo stehenbleibt. Selbst, wenn er sich einfach über Lautsprecher meldet und sagt, Wir wissen noch nicht, was los ist, halten Sie aber auf dem Laufenden, ist das ja schon mal was. Absolut ungenügend sind die Auskunftsmöglichkeiten über die Rufsäulen an den Bahnhöfen: Die beteiligten Verkehrsunternehmen sind offenbar nicht willens, dem Fahrgast eine gemeinsame Auskunft zu geben. Ich selber habe kein Smartphone und somit auch keine Bahn-Apps, höre von meiner Nachbarin aber oft, dass diese Apps ganz aktuelle Störungen auch nicht kennen. Ein Handy habe ich mir einst auch nur angeschafft, um meinem Hamburger Arbeitgeber anzukündigen, dass ich mich mal wieder verspäten werde.
Das Automatendisplay an den Bahnhöfen ist oft überhaupt nicht zu erkennen wegen des Lichteinfalls, was ich schon häufig gemeldet habe. Reaktion: Schulterzucken. Und der Buxtehuder Bahnhof ist einfach nur traurig. Hier verkehren S-Bahnen, START und EVB, aber die Aufhaltsqualität für Reisende ist gleich null. Es hängen dort immer viele seltsame Gestalten herum, rauchen und saufen selbstverständlich. Auch wenn ich wenig zimperlich bin: Als alleinreisende Frau empfinde ich dies als beängstigend.
Wenn wir per Bahn in die nächste Stadt Buxtehude oder Stade fahren wollen, kosten Hin- und Rückfahrt für zwei Personen zwölf Euro – für jeweils knapp zehn Minuten Fahrt mit zwei bis drei Stopps. Für diese Nahversorger-Strecken sollte es eine günstigere Möglichkeit geben."
Lara Kühneweg aus Buxtehude: "... Ich bin schon so lange nicht mehr pünktlich oder ohne außerplanmäßiges Umsteigen in Neugraben von Buxtehude nach Hamburg oder zurück gefahren. ... Selbst wenn das Fahrtziel angeschlagen ist, heißt es nicht, dass auch was fährt. In seltenen Fällen steht in der Anzeige, dass der Zug sich um fünf, zehn oder 15 Minuten verspätet, aber der Zug kommt pünktlich, nur ohne Durchsage. Leider gibt es in letzter Zeit so oft technische Störungen am Zug, dass die Bahnen es meistens nicht mal von Buxtehude bis Neugraben schaffen, sondern in Neu Wulmstorf ihren Geist aufgeben. Von da an kann man dann schauen, wo man bleibt. Es heißt zwar immer, ein Busnotverkehr oder ein Schienenersatzverkehr ist oder wird eingerichtet, aber ich habe schon viel zu oft auf diesen gewartet - und dann kommt mal ein Bus für sechs S-Bahnen. Am besten nimmt man ein Taxi, aber natürlich auf eigene Kosten, da die Bahn das nicht bezahlt.
Neulich morgens ging am Bahnhof Buxtehude keine einzige Lampe, es war stockdunkel und alle Fahrgäste haben sich mit ihren Handytaschenlampen den Weg geleuchtet, damit man sich nicht verletzt oder versehentlich ins Gleisbett fällt.
Ebenso ist es immer schön zu sehen, dass überall auf den Bahnhöfen Müll rumliegt, von Fäkalien und Erbrochenem ganz zu schweigen. Überall Graffiti, Schmierereien und kaputte Bänke, Fahrstühle, Rolltreppen, Mülleimer und Scheiben. Im Winter wird auch nur selten gestreut, wenn es glatt ist. Die Zustände der Bahnhöfe und S-Bahnen sind teilweise wirklich unterirdisch und ekelhaft."
Thomas Hagemeister aus Buxtehude: "Der Busfahrplan von und nach Buxtehude Süd wurde während Corona klammheimlich geändert und hat sich deutlich verschlechtert - egal in welche Richtung. Er wurde auch nicht auf den Bahnverkehr abgestimmt.
Beispiel 1: Die S-Bahn aus Hamburg nach Stade kommt auf Gleis 1 (Nordseite) um 17.46 Uhr an - der Bus fährt auf der Südseite um 17.47 Uhr ab. Wenn die Bahn denn mal pünktlich ist, dann kann man den Bus trotzdem nicht schaffen, weil der Weg einfach zu weit ist, um den Umstieg in einer Minute zu bewältigen. Der nächste Bus fährt dann 30 Minuten später um 18.17 Uhr.
Beispiel 2: Ab Torfweg fährt um 6.39 Uhr ein Bus zum Bahnhof und um 6.40 Uhr noch ein weiterer. Im Schnitt steigen hier vier Fahrgäste um die Zeit in einen Bus ein. Der vorherige Bus fährt um 5.39 Uhr zum Bahnhof. Der Bus kommt dann so an, dass man in die volle Bahn aus Stade einsteigen muss, die um 6.54 Uhr fährt. Vor dem Wechsel des Plans fuhr um 6.28/5.58/6.44 Uhr der Bus - man hatte viel mehr Möglichkeiten, war flexibel und konnte auch mal mit einem leeren Zug ab Buxtehude fahren."

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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