Planungssicherheit für den SV Ottensen
Ausschuss stimmt für Verlängerung des Pachtvertrages

Gute Nachrichten für den SV Ottensen: Der Schul- und Sportausschuss der Hansestadt Buxtehude hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Pachtvertrag für die Sportanlage am Föhrenweg auf 20 Jahre zu verlängern. Damit rückt für den Verein nach jahrelanger Unsicherheit die dringend benötigte Planungssicherheit in greifbare Nähe. Im Ausschuss gab es über die Parteigrenzen hinweg deutliche Unterstützung für den Verein und seine Arbeit.

Für den SV Ottensen könnte die Zeit der jährlich wiederkehrenden Ungewissheit bald vorbei sein. Der Schul- und Sportausschuss hat einstimmig dafür votiert, den Pachtvertrag zwischen der Hansestadt Buxtehude und dem Verein für 20 Jahre zu verlängern. Den politischen Vorstoß hatte Arnhild Biesenbach im Namen der CDU-Fraktion unternommen.

In ihrem Antrag vom 21. April hatte die CDU zunächst eine Verlängerung um 15 bis 20 Jahre gefordert. Begründet wurde dies insbesondere mit dem Zustand des Vereinsheims aus den 1970er Jahren, der unzureichenden Zahl an Umkleidemöglichkeiten sowie damit, dass ein kurzfristiger Pachtvertrag Investitionen und die Beantragung von Zuschüssen beim Landes- und Kreissportbund erschwere. Die CDU verwies außerdem darauf, dass die Hansestadt in der Vergangenheit bereits andere Sportvereine unterstützt habe und nun auch der SV Ottensen eine konkrete Zusage benötige.

Griebel schildert die Situation des Vereins

Wie dringend die Entscheidung aus Sicht des Vereins ist, machte der Vorsitzende Stephan Griebel im Ausschuss deutlich. Der SV Ottensen zählt aktuell rund 460 Mitglieder. Hinzu kommen etwa 120 Jugendliche aus dem Buxtehuder SV sowie eine weitere Kooperation. Insgesamt befinden sich 24 Gruppen im Spielbetrieb.

Dieser Entwicklung steht eine Sportanlage gegenüber, deren Infrastruktur längst an ihre Grenzen stößt: Für die vielen Sportler stehen lediglich zwei Umkleidekabinen und eine Gemeinschaftsdusche zur Verfügung.

Schon seit Längerem möchte der Verein seine Anlage zukunftsfähig machen. Neben Verbesserungen an den Umkleide- und Sanitärbereichen steht unter anderem die Erneuerung des Ballfangzauns an. Doch größere Investitionen waren bislang kaum verantwortbar. Denn der ursprünglich Anfang der 1970er Jahre geschlossene langfristige Pachtvertrag wird von der Stadt seit Jahren lediglich kurzfristig verlängert.

Das hat ganz praktische Folgen: Für Fördermittel und öffentliche Zuschüsse wird in der Regel eine längerfristige vertragliche Absicherung der Sportstätte benötigt. Ohne diese Perspektive konnte der Verein notwendige Investitionen kaum auf den Weg bringen.

Warum dauert das so lange?

Im Schul- und Sportausschuss war die Unterstützung entsprechend deutlich. Clemens Ultsch (Die Linke) bezeichnete den CDU-Antrag als „gut und richtig“ und stellte zugleich die Frage, warum die Angelegenheit überhaupt so lange dauere.

Auf seinen Vorschlag hin verständigte sich der Ausschuss schließlich darauf, nicht nur den ursprünglich beantragten Zeitraum von 15 bis 20 Jahren offenzulassen, sondern sich direkt für 20 Jahre auszusprechen. Alle Ausschussmitglieder trugen diesen Vorschlag mit.

Auch Wolfgang Watzulik (FDP) hob insbesondere das Engagement für den Nachwuchs hervor. Über die Jugendarbeit des SV Ottensen sagte er: „Was die leisten, können Sie sich gar nicht vorstellen.“

Katharina Mewes (BBG/FWG) unterstützte ebenfalls ausdrücklich eine Laufzeit von 20 Jahren – und eine möglichst schnelle Umsetzung. Michael Marx (SPD) machte deutlich, dass aus seiner Sicht eine Verlängerung bereits wesentlich früher hätte erfolgen müssen.

Was wird aus einem möglichen Sportzentrum?

Einen Aspekt brachte der Ausschussvorsitzende Ulrich Felgentreu (Grüne) in die Diskussion ein. Er wies darauf hin, dass ein langfristiger Verbleib des SV Ottensen am Föhrenweg Auswirkungen auf Überlegungen zu einem möglichen Sportzentrum an der Apenser Straße haben könnte. Denn mit einer langfristigen Absicherung des jetzigen Standortes könnte das Argument entfallen, dort auch für den SV Ottensen eine neue Heimat zu schaffen.

Michael Gerkens (Grüne) stellte dem die große Bedeutung des Vereins für den Ort entgegen. Der SV Ottensen sei ein „Herzstück des Ortes“. Er selbst sei dort groß geworden, ebenso seine Kinder.

Katharina Mewes plädierte dafür, beide Fragen nicht gegeneinander auszuspielen. Unterstützung bekam sie dabei auch von Schülervertreterin Emma Simon. Sie fragte, warum darüber überhaupt diskutiert werden müsse: Das eine schließe das andere schließlich nicht aus.

Jahrelanges Werben um Planungssicherheit

Für den SV Ottensen ist das einstimmige Votum ein wichtiger Schritt nach mehreren Jahren, in denen der Verein immer wieder auf seine Situation aufmerksam gemacht hatte. Bereits 2022 hatte sich Griebel schriftlich an Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt gewandt und darum gebeten, die Zukunft des Pachtvertrages politisch zu klären. Weitere Schreiben folgten nach Angaben des Vereins 2024 und 2025.

Hinter der bislang zurückhaltenden Haltung der Stadt standen unter anderem längerfristige Überlegungen zur Stadtentwicklung. Auch im CDU-Antrag wird auf die bereits vor rund 15 Jahren diskutierte Idee eines Neubaus mit mehreren Sportflächen an der Apenser Straße verwiesen. Nach Auffassung der CDU sollte dies einer zeitnahen Lösung am bestehenden, zentral gelegenen Standort jedoch nicht entgegenstehen.

Für die Verantwortlichen des SV Ottensen ging es dabei stets um mehr als Gebäude, Duschen und Fußballplätze. Der Verein versteht sich als wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Ort. Gerade die große Zahl von Kindern und Jugendlichen, die durch eigene Mannschaften und Kooperationen erreicht werden, unterstreicht diese Rolle.

Mit dem einstimmigen Votum des Schul- und Sportausschusses hat dieses Engagement nun breite politische Anerkennung erfahren. Eine langfristige Absicherung des Föhrenwegs würde dem SV Ottensen ermöglichen, notwendige Investitionen anzustoßen, Fördermöglichkeiten zu nutzen und seine Sportanlage Schritt für Schritt den heutigen Anforderungen anzupassen.

Nach Jahren kurzfristiger Verlängerungen steht damit vor allem eines in Aussicht: 20 Jahre Planungssicherheit für den SV Ottensen.

Warum soll der Pachtvertrag für den SV Ottensen um 20 Jahre verlängert werden?

Der Schul- und Sportausschuss der Hansestadt Buxtehude hat sich einstimmig für eine 20-jährige Verlängerung des Pachtvertrags der Sportanlage am Föhrenweg ausgesprochen. Damit soll der SV Ottensen endlich langfristige Planungssicherheit erhalten und notwendige Investitionen sowie Förderanträge beim Landes- und Kreissportbund umsetzen können.

Welche Probleme hat der SV Ottensen auf seiner Sportanlage am Föhrenweg?

Der SV Ottensen zählt rund 460 Mitglieder sowie zahlreiche Jugendspieler aus Kooperationen, verfügt aber lediglich über zwei Umkleidekabinen und eine Gemeinschaftsdusche. Zudem sind das Vereinsheim aus den 1970er Jahren und der Ballfangzaun sanierungsbedürftig. Wegen der bislang nur kurzfristig verlängerten Pacht waren größere Investitionen kaum möglich.

Wer hat die Verlängerung des Pachtvertrags für den SV Ottensen beantragt?

Den politischen Antrag stellte die CDU-Fraktion im Rat der Hansestadt Buxtehude. Arnhild Biesenbach beantragte zunächst eine Verlängerung um 15 bis 20 Jahre. Auf Vorschlag von Clemens Ultsch (Die Linke) sprach sich der Schul- und Sportausschuss schließlich einstimmig für eine Laufzeit von 20 Jahren aus.

Welche Bedeutung hat der SV Ottensen für den Ort?

Der SV Ottensen ist mit rund 460 Mitgliedern und insgesamt 24 Mannschaften und Gruppen ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Ort. Besonders die Kinder- und Jugendarbeit wurde im Ausschuss mehrfach hervorgehoben. Grünen-Ratsherr Michael Gerkens bezeichnete den Verein als „Herzstück des Ortes“.

Warum wurde der Pachtvertrag des SV Ottensen bisher nur kurzfristig verlängert?

Nach Angaben des Vereins standen einer langfristigen Verlängerung bisher unter anderem Überlegungen zur Stadtentwicklung entgegen. Diskutiert wurde seit Jahren ein mögliches Sportzentrum an der Apenser Straße. Der SV Ottensen hatte bereits 2022 sowie erneut 2024 und 2025 auf eine langfristige Lösung gedrängt.

Welche Folgen hätte ein 20-jähriger Pachtvertrag für den SV Ottensen?

Mit einer 20-jährigen Vertragslaufzeit könnte der SV Ottensen notwendige Sanierungen und Modernisierungen seiner Sportanlage am Föhrenweg planen, öffentliche Fördermittel beantragen und die Infrastruktur schrittweise an die heutigen Anforderungen anpassen. Nach Jahren kurzfristiger Verlängerungen würde der Verein erstmals langfristige Planungssicherheit erhalten.

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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