Todesfall bei Jedermann-Rennen
Radsport-Highlight: ADAC-Cyclassics starten in Buxtehude
- Die Radprofis starteten vom Rathausplatz aus über die Hafenbrücke
- Foto: pau
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Rennräder, Teamfahrzeuge, Weltklassefahrer – und mittendrin jede Menge Fans: Buxtehude war am Sonntagmorgen wieder fest in der Hand des Radsports. Die Cyclassics starteten erneut am Rathausplatz.
- Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt zerschneidet das Startband
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Schweigemoment vor dem Start
Kurz vor dem Start wurde es still. Mit einem Schweigemoment gedachten Fahrer und Zuschauer des 19-jährigen walisischen Radprofis Finlay Tarling. Er war wenige Tage zuvor bei der Volta a Portugal nach einem Frontalzusammenstoß mit einem unbeteiligten Auto gestorben.
Daraufhin durchschnitt Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt das Startband und schickte das Profifeld auf die gut 205 Kilometer lange Strecke nach Hamburg. Für die Buxtehuder Fans bot sich die seltene Gelegenheit, internationale Topfahrer ganz aus der Nähe zu erleben.
- Um 11.52 Uhr starteten die Profi-Fahrer am Rathausplatz in Buxtehude
- Foto: Carsten Meyer
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Ganz nah dran an den Profis
Das nutzten auch Ulrike, Thorsten und Malte Hellmig gemeinsam mit Birgit und Sarah Szillat. Die Radsportfans aus Neukloster verbrachten den Morgen am Fahrerlager der Profis. „Von dort sieht man viel mehr“, sagte Sarah Szillat. Die fünf sind selbst begeisterte Radfahrer, wenn auch teils eher mit dem E-Bike. Ihre Leidenschaft für den Profisport ist trotzdem groß. „Wir waren in diesem Jahr auch bei der Tour de France“, berichtete Ulrike Hellmig. Nachdem sie das Rennen in Frankreich lange immer knapp verpasst hatten, machten sie es diesmal zum festen Ziel.
Waseberg bringt die Entscheidung
Von Buxtehude führte das Rennen zunächst durch die Region in Richtung Hamburg. Dort wartete mit dem Waseberg die entscheidende Prüfung. Der steile Anstieg musste gleich fünfmal gefahren werden und sorgte dafür, dass sich das Feld immer weiter auseinanderzog.
Lange lagen die Deutschen Niklas Behrens und Jonas Rutsch mit einer kleinen Ausreißergruppe vor dem Hauptfeld. Rund 15 Kilometer vor dem Ziel wurden sie jedoch eingeholt. Danach erhöhte Isaac del Toro, ein Favorit im Buxtehude, noch einmal deutlich das Tempo. Einige starke Sprinter konnten nicht mehr folgen und fielen aus der Spitzengruppe zurück.
Der Franzose Paul Magnier gehörte dagegen zu den Fahrern, die den Waseberg in der entscheidenden Gruppe überstanden. Damit hatte der 22-Jährige beste Chancen für den Schlusssprint in der Hamburger Innenstadt. Auf der Mönckebergstraße setzte er sich schließlich gegen seine Konkurrenten durch und gewann die Cyclassics 2026. Zweiter wurde Mike Teunissen aus den Niederlanden, Rang drei ging an Laurence Pithie aus Neuseeland. Für Magnier war es nach Platz drei im Vorjahr diesmal der Sieg.
- Jede Menge Menschen versammelten sich entlang der breiten Straße um den Start mitzuerleben
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Todesfall beim Jedermann-Rennen
Bereits zuvor waren Tausende Teilnehmer des Jedermann-Rennens durch Hamburg und die Region gefahren. Während in diesem Jahr nur wenige Zwischenfälle bekannt wurden, wurde der Renntag von einem Todesfall überschattet, wie unter anderem der NDR berichtet. Ein 70-jähriger Teilnehmer erlitt während des Jedermann-Rennens einen Schwächeanfall und starb später im Krankenhaus.
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.