Jugendparlament für Buxtehude: Klappt der dritte Anlauf?

Wilfried Peper (BBG), André Grote (FDP), Dörte Matthies (FDP), Horst Lilientahl (BBG) und Bodo Klages (FWG) geben den Anstoß für ein Jugendparlament Foto: tk
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FDP-BBG/FWG will mehr Mitspracherechte für Kinder und Jugendliche / Erstes Konzept liegt vor

tk. Buxtehude. Buxtehude soll endlich wieder ein Jugendparlament bekommen, fordert die Fraktion von FDP-BBG/FWG und stellt im Jugendhilfeausschuss einen entsprechenden Antrag. Weil das bereits der dritte Anlauf ist, zwei Vorgänger-Modelle sind gescheitert, soll dieses Mal vieles anders sein: mehr Stimm- und Mitspracherecht in der Politik, ein eigener Etat und eine halbe Stelle in der Verwaltung als Bindeglied zwischen den Jugendlichen, der Verwaltung und der Politik.
Die Fraktion hat ein Konzept erarbeitet, betont aber: "Die, die es betrifft, sollen ihre Vorstellungen schon in der Planungsphase einbringen", so Dörte Matthies (FDP). Das ist die Grundidee der Fraktion: Es soll eine zwei- bis dreiwöchige Wahlkampfphase geben, die Kosten für Flyer und Ähnliches trägt die Stadt. Die Wahl selbst könnte in den Schulen über einen Zeitraum von einer Woche erfolgen. Dabei hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Das Jugendparlament selbst soll aus ungefähr 30 Mitgliedern bestehen. Wählbar und wahlberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler der Klassen acht bis 13. Das Jugendparlament soll für zwei Jahre gewählt werden und sich mindestens einmal im Monat treffen. Zusätzlich könnte es Arbeitsgruppen geben, die themenbezogen und nicht an die Wahlperiode gebunden sind. Das Parlament wählt ein Präsidium, das das Gremium nach außen vertritt und die Sitzungen leitet.
"Wenn es andere Ideen gibt, sollen die schon in die Konzeption einfließen", sagt André Grote. Er und seine Fraktionskolleginnen und -kollegen sind überzeugt, dass dieses Modell funktionieren kann. In anderen Städten sei das erfolgreich.
Die Parteien sollen in diesem Zusammenhang eine Art Patenschaft für das Jugendparlament übernehmen. Wenn es Fragen gebe, wie zum Beispiel Anträge gestellt werden, "dann werden wir helfen", so Grote. Es müsse in der Politik das Bewusstsein geben, sich kontinuierlich um das Jugendparlament zu kümmern und sich für die Arbeit zu interessieren. "Sonst schläft das wieder ein", sagt Grote.
Dass das erste Buxtehuder Jugendparlament und im zweiten Anlauf ein Jugendforum gescheitert sind, liegt nach Ansicht von Bodo Klages (FWG) vor allem daran, dass die Mitglieder weder ein konkretes Mitspracherecht hatten, noch über einen auskömmlichen Etat verfügten. Zudem sei es wichtig, die Schulen intensiv einzubinden, so Dörte Matthies.
Der Jugendhilfeausschuss soll noch vor der Sommerpause über den Antrag diskutieren.
Vielleicht gibt es bis dann auch schon Vorschläge und neue Ideen von denen, die es betrifft. Denn bei der Vorstellung des Konzeptes fehlten noch die, um die es geht: die Jugendlichen.

Autor:

Tom Kreib

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