Ein Problem bleibt der Fachkräftemangel
Mit Neubauten genug Plätze in Krippe und Kita für Buxtehuder Kinder

Die Zahl der Kinder in Krippe und Kitas wächst. Zwei neue Kitas werden daher in Buxtehude gebaut
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tk. Buxtehude. Die gute Nachricht: Wenn in Buxtehude alle Kita-Neubau- und Erweiterungsprojekte bis zum Jahr 2025 umgesetzt werden, wird es für die jüngsten Bürger der Stadt ausreichend Krippen- und Kitaplätze geben. Die schlechte Nachricht dabei: Ein Gebäude allein reicht nicht. Bis 2025 braucht Buxtehude 35 bis 40 neue pädagogische Fachkräfte - auf einem Markt, der leergefegt ist. "Sonst können wir das nicht leisten", sagte Fachgruppenleiterin Andrea Lange-Reichardt im Jugendhilfeausschuss, der sich mit dem Bedarf an Kitaplätzen beschäftigt hat.

Buxtehude wächst. Es gibt einen stetigen Zuzug und diverse große Neubauprojekte. Ein Blick auf die prognostizierten Zahlen: 1.179 Kinder unter drei Jahren und 1.104 Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren werden 2025 in der Estestadt leben.  Um den tatsächlichen Bedarf an Betreuungsplätzen abzudecken, muss die Quote beispielsweise im Elementarbereich über 100 Prozent liegen. Einer der Gründe: Kinder, die drei Jahre alt werden, wechseln von der Krippe in die Kita. Die Eltern zahlen dann keinen Beitrag mehr. Um eine Quote von etwas mehr als 100 Prozent zu erreichen, braucht Buxtehude 1.251 Plätze im Elementarbereich bis 2025. Bei den Krippen sind es 1.002 Plätze, um 55 Prozent aller Kinder unter drei Jahren Betreuung anzubieten.

Aktuell ist die Vergabe noch eine Mangelverwaltung. 153 Kinder warten auf einen Krippenplatz und 158 Kinder stehen auf der Warteliste für den Elementarbereich. Bislang habe es aber keine Klagen gegen die Stadt gegeben, sagte Andrea Lange-Reichardt. Weil es die Bedarfsermittlung in Verbindung mit konkreten Neubauprojekten gebe, sei die Rechtsposition der Stadt dennoch relativ sicher. Gleichwohl machte die Fachbereichsleiterin keinen Hehl daraus, dass "das keine befriedigende Situation ist". Dass mehr als 300 Kinder derzeit auf Wartelisten stehen, fand Bettina Priebe (Grüne) "erschreckend". Und das, obwohl die Zahl der Betreuungsplätze in Krippe und Kita seit Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Um den Mangel zu lindern, soll es eine Imagekampagne geben, um potenzielle Tageseltern zu gewinnen, kündigte Andrea Lange-Reichardt an. Die Zahl dieser Betreuungspersonen habe nämlich abgenommen. Tageseltern seien aber wichtig, um Kindern ohne Krippen- oder Kitaplatz Betreuung anzubieten.

Den Finger in die Wunde legte Bodo Klages (FWG) mit der schlichten Frage, wie viele zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher notwendig sind, um alle Stellen in den neuen Kitas zu besetzen. Die geschätzte Zahl von 40 beinhaltet dabei noch nicht einmal den Personalbedarf, der durch die normale Fluktuation entsteht. Politik und Verwaltung wollen daher ein Paket schnüren, wie pädagogische Fachkräfte von Buxtehude überzeugt werden können. "Mit mehr Geld", stellt Ismet Ozgün (SPD) nüchtern fest.

Das sind die Neubauprojekte

(tk). Am Torfweg, in der ehemaligen Sparkassenfiliale, ist die Großtagespflege bereits realisiert worden. 20 zusätzliche Betreuungsplätze sind dadurch entstanden. 25 Elementar- und 15 Krippenplätze sind zusätzlich am Stieglitzweg entstanden, weil der Lebenshilfe-Kindergarten ausgezogen ist. Diese Gruppe ist an den Orchideenweg verlegt worden. Damit liegt die Versorgungsquote im Jahr 2019 rechnerisch im Elementarbereich bei 90 und im Krippenbereich bei 39 Prozent. Im kommenden Jahr soll ein privater Investor eine neue Einrichtung im Innenstadtbereich bauen. 30 bis 40 zusätzliche Krippenplätze und 40 bis 50 Elementarplätze sind dabei das Ziel. Außerdem wird der Obstkindergarten erweitert.
Das größte städtische Projekt ist ein Neubau an der Giselbertstraße. Bis zu 100 Elementar- und 50 Krippenplätze würden dadurch zusätzlich geschaffen werden. Neue Kita-Projekte in Buxtehude

Autor:

Tom Kreib

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