Wer will in Buxtehude Bürgermeister oder Bürgermeisterin werden?
Warum die Europawahl Michael Lemke anspornen könnte

Katja Oldenburg-Schmidt und Michael Lemke bei der Baumesse 2014 - damals waren beide schon Kandidaten fürs Bürgermeisteramt Foto: archiv/tk
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Tritt der grüne Fraktionschef erneut an? tk. Buxtehude. Offiziell will Michael Lemke von diesem Thema derzeit nichts hören. Tritt er 2021 erneut nach 2014 als Bürgermeisterkandidat der Grünen in Buxtehude an? Was den Co-Fraktionschef der Grünen im Rat bei möglichen Gedankenspielen durchaus umtreiben wird: Bei den Wahlen zum EU-Parlament erzielten sie einen Mega-Überraschungserfolg von 27,31 Prozent aller Stimmen in Buxtehude. Die Buxtehuder Grünen profitierten noch mehr vom "grünen Hype" als im restlichen Landkreis Stade mit 22,8 Prozent.
Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2016 hatten die Grünen 17,9 Prozent in Buxtehude bekommen und lagen damit unter ihrem bisherigen Rekordergebnis mit 19,2 Prozent aus dem Jahr 2012. Damals war die Atomkatastrophe von Fukushima ein Stimmen-Bringer für die Grünen.

Was diesen Gedankenspielen um eine Kandidatur zusätzlichen Reiz verleiht: Bei den Bürgermeisterwahlen 2014 hatte Michael Lemke gegen Katja Oldenburg-Schmidt einen respektablen Achtungserfolg erzielt: Lemke fuhr als einziger Gegenkandidat 40,4 Prozent ein, Katja Oldenburg-Schmidt bei ihrer ersten Bewerbung ums Bürgermeisterinnenamt kam auf 59,6 Prozent.

Diese politische Spökenkiekerei wird noch dadurch interessanter, dass Amtsinhaberin Katja Oldenburg-Schmidt (parteilos) zur Frage nach einer erneuten Kandidatur beharrlich schweigt. Die WOCHENBLATT-Nachfrage am Ende eines jeden Interviews, ob sie erneut antreten werde, beantwortet Oldenburg-Schmidt sinngemäß immer wie folgt: Mein Job als Bürgermeisterin macht mir sehr viel Spaß. Und was einem Spaß macht, muss man nicht unbedingt aufgeben. Also weder Ja noch Nein.
Kenner der Buxtehuder Polit-Szene wetten derzeit eher auf einen zweiten Versuch von Michael Lemke als auf eine hundertprozentig sichere Kandidatur der Amtsinhaberin. Was bei dieser politischen Wette allerdings nicht vergessen werden sollte: Es laufen derzeit - und das erst in einer frühen Planungsphase - dermaßen viele Großprojekte von Schulbau über Erneuerung der Halle Nord bis hin zur Umgestaltung von Petri-Platz und Bahnhofstraße, dass es nicht verwunderlich wäre, wenn Katja Oldenburg-Schmidt schon aus diesem Grund ihre Arbeit würde fortführen wollen.

Dass die Suche der Parteien nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten schwer werden wird, zeigt die Ankündigung der SPD aus dem Jahr 2018. Sie wollte die lokale K-Frage im vergangenen Jahr beantworten. Das ist noch nicht geschehen.
WOCHENBLATT-Prognose: Es wird wieder ein Rennen zwischen Katja Oldenburg-Schmidt und Michael Lemke.
Tom Kreib

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