Corona-konform: Jugendliche organisieren St.-Martins-Weg statt Umzug
Lichterweg auf den Spuren von St. Martin

Emily Studentkowski (v.li.), Jonas Behrends, Gemeinde-Referetenin der katholischen Gemeinde Katrin Sobanja, Jonah Behnke mit rotem Umhang und Helm wie der heilige St. Martin, und Ilse Mörchen, Diakonin der 
St.-Paulus-Gemeinde | Foto: sla
  • Emily Studentkowski (v.li.), Jonas Behrends, Gemeinde-Referetenin der katholischen Gemeinde Katrin Sobanja, Jonah Behnke mit rotem Umhang und Helm wie der heilige St. Martin, und Ilse Mörchen, Diakonin der
    St.-Paulus-Gemeinde
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  • hochgeladen von Susanne Laudien

sla. Buxtehude. Ein Lichterweg führte am Sonntag von der St.-Paulus-Gemeinde in der Finkenstraße bis zur katholischen Gemeinde in der Sigebandstraße. An mehreren Stationen auf diesem Weg wurden Texte aufgehängt, die die Geschichte des Heiligen Martin erzählten und Anregungen für das eigene Leben gaben.
Die Anwohner an der Strecke wurden zuvor gebeten, ihre Gärten mit Laternen oder Windlichtern zu erleuchten und den Martinsweg damit zum Lichterweg zu machen. Zu späterer Stunde wurde den Passanten und Kirchenmitgliedern aus beiden Kirchengemeinden der Weg geleuchtet.
Schon morgens machten sich einige Familien auf den Weg und folgten der Lichterspur und damit auch der Lebensspur des Sankt Martin. Am Ende des Weges warteten in der katholischen Kirche auf alle, die sich auf diesen besonderen Weg eingelassen hatten, Überraschungstüten mit Brötchen zum Teilen. Der Weg mit den acht Stationen war buchstäblich das Ziel der drei vierzehnjährigen Schüler des Gymnasiums Süd im Rahmen eines Sozialpraktikums.
Mit viel Einsatz und liebevollen Vorbereitungen hatten sie die acht Stationen umgesetzt. Das Teilen, so wie es einst der Heilige St. Martin mit einem Bedürftigen tat, war für sie der tiefere Sinn dieser Aktion.
• Traditionell gibt es jedes Jahr um den St.-Martins-Tag am 11. November herum Martinsumzüge, die dieses Jahr abgesagt wurden. Vor allem Kinder laufen mit Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder zu Ehren von Sankt Martin, der oft als Reiter im roten Mantel dargestellt wird. Als 17-jähriger Soldat soll er einem Bettler in einem kalten Winter die Hälfte seines Mantels abgegeben haben, eine gute Tat, für die er noch heute geehrt wird.

Redakteur:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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