Wie entsteht Inflation?

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Auf dem Weg die moderne Wirtschaft zu verstehen, ist es unter anderem unabdingbar zu verstehen, welche Faktoren sie bewegen. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel einen der wohl meist gehörten und meist missverstandenen Begriffe - kurz und verständlich.

Was es mit der Inflation auf sich hat

Kurz gesagt ist Inflation ein Wechselspiel des Wirtschaftssystems mit großer Auswirkung darauf, wie viel Wert das Geld des entsprechenden Landes hat.

Ebenfalls hilfreich beim Verstehen des Begriffs, ist seine Herkunft. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “aufblähen” oder “aufblasen”.
Damit deutet das Wort selbst sehr treffgenau darauf hin, um was es sich bei einer Inflation handelt. Denn im Fall einer solchen, erhöht sich das Preisniveau eines Landes permanent und damit sinkt der Wert des Geldes ebenso permanent. Kurzum: Es kommt zur Teuerung und die Kaufkraft der Gesellschaft bzw. des Geldes nimmt stetig ab.

Das Gegenteil passiert bei  einer sogenannten Deflation.

Bei einer solchen sinkt das allgemeine Preisniveau, wodurch wiederum die Kaufkraft des Geldes bzw. der Bevölkerung steigt. Geld ist somit mehr wert und das Angebot an Produkten und Dienstleistungen übersteigt die vorhandene Nachfrage danach. Was jedoch anfänglich schön klingen mag, ist mittel- bis langfristig ebenso schlecht für die Wirtschaft wie eine Inflation. Denn dieser Zustand kann zu sinkenden Löhnen und steigender Arbeitslosigkeit aufgrund der steigenden Anzahl an Insolvenzen führen.

Vergleicht man diese zwei Phänomene, so stellen sie zwei Gegenpole dar, wobei eine Deflation viel seltener eintritt als ihr Gegenstück. Aufgrund der Preisinstabilität, die beide mit sich bringen, sind jedoch beide nicht förderlich für eine stabile Währung. Damit können entstehend auch Konsequenzen für Anleger haben. Denn ist eine Währung nicht stabil, verliert sie an Vertrauen und somit an Anlegern. Diese investieren in solchen Fällen lieber in Sachwerte und treiben damit insbesondere die Inflation weiter voran.

Konsequenzen von Inflation

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Wenn beispielsweise die Produktionskosten für ein bestimmtes Grundprodukt steigen, steigen in der Konsequenz auch die Preise für die Endprodukte, die darauf basieren. So kann zum Beispiel durch erhöhte Produktionskosten für Getreide, am Ende auch der Preis für Brot steigen. Durch eben diese Teuerung ist das Geld der Bevölkerung weniger wert, denn obschon die Menschen gleich viel verdienen wie bis anhin, können sie sich damit weniger leisten.

Zu beachten ist dabei, dass nicht unbedingt die gesamte Bevölkerung eines Landes eine Inflation gleichzeitig spürt. Je nach dem, wo die Teuerung hauptsächlich stattfindet, können die Konsequenzen in unterschiedlichen, zeitlich nacheinander folgenden Etappen auftreten. Erhöhen sich beispielsweise die Preise im Immobilienmarkt, merken dies Mieter zu Beginn noch nicht unbedingt. Als erstes werden dies Investoren im Immobilienmarkt merken. Diese werden jedoch bei anhaltender Teuerung die Mieten ihrer Objekte entsprechend nach oben anpassen, wodurch in einem zweiten Schritt auch die Mieter Zeugen der Inflation werden.

Steuerung durch Politik & Notenbank
Um sowohl eine Deflation als auch eine eine Inflation zu vermeiden, können sowohl politische als auch wirtschaftliche Schritte eingeleitet werden.

Die Notenbanken können beispielsweise den gültigen Leitzins erhöhen, was wiederum zu weniger Kreditaufnahmen führt und damit die Geldmenge verknappt. Durch eben diese Verknappung steigt wiederum der Wert des Geldes.
Ebenso kann die politische Führung eines Landes mit Gehalts- und Preisbindungen den Verlauf einer Inflation beeinflussen. Ein weiteres probates Mittel der Steuerung sind zudem auch erhobene oder erlassene Steuern auf Waren sowie staatliche Investitionen an sich, die dazu beitragen, die Preise im Land in die eine oder andere Richtung zu schieben. Zu beachten ist jedoch, das solche gezielte Maßnahmen mit Vorsicht zu genießen sind, weil sie eine erhebliche Menge an Nebenwirkungen aufweisen können und ihre Wirksamkeit immer wieder kontrovers diskutiert wird.

Autor:

Online Redaktion aus Buxtehude

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