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Tunnelweg in Buxtehude: "50 Prozent für die Sperrung und 50 Prozent dagegen"

Es ist nur ein kurzes Stück bis zum Tunnel (in Bild-Hintergrund). Nur Anlieger noch durchfahren - theoretisch zumindest, denn das Verbot wird oft missachtet Foto: tk
Der Tunnelweg sorgt nicht nur während der K40-Sanierung für Kontroversen

tk. Buxtehude. "Dass der Tunnelweg vorübergehend gesperrt ist, ist für uns eine Wohltat", sagen Anwohner aus dem Alten Postweg und dem Tunnelweg. Sie reagieren damit auf einen WOCHENBLATT-Artikel vom vergangenen Mittwoch. Darin hatten sich Anlieger vom Alten Postweg darüber beschwert, dass der Tunnelweg wegen der Sanierung der Harburger Straße dicht ist und sie Umwege fahren müssen. "Auf dem Tunnelweg wird gerast und an Tempo 30 hält sich kaum jemand", sagt dagegen eine Anliegerin, die die Sperrung befürwortet.

So stellt sich für die Befürworter der Sperrung die Situation da: Der Tunnelweg, der sehr schmal und im Bereich des Tunnels nur einspurig ist, ist für viele Autofahrer ein Schleichweg. Selbst große Lastwagen würden es dort versuchen und steckenbleiben. "Dann gibt es wilde Wendemanöver", sagt eine Anwohnerin. Dabei würden auch immer wieder die Zaunpfähle der Anlieger angefahren.

Weitere Ärgernisse: Es gibt Rowdys, die im Tunnel stehen bleiben und den Motor aufheulen lassen. Rücksichtslose Verkehrsteilnehmer würden zudem auf den Fußweg ausweichen - und dabei auch Kinder gefährden. "Es ist richtig, dass jetzt von der Polizei Bußgelder verhängt werden", sagt die Frau.

In der Stadtverwaltung ist das grundsätzliche wie das aktuelle Sperrungsproblem bekannt. Eine Lösung, die es allen recht macht, scheint es nicht zu geben. "Egal was wir machen, 50 Prozent der Anlieger sind dafür und 50 Prozent dagegen", erklärt Jürgen Grimm. So würden sich jetzt die Hälfte aller Anwohner eine dauerhafte Sperrung des Tunnelwegs wünschen, die andere Hälfte fordere dagegen die sofortige Aufhebung der Sperrung.

Grundsätzlich hält Jürgen Grimm die Situation am Tunnelweg für gefährlich. Die größte Gefahr gehe von Fahrzeugen in Sprintergröße aus, deren Navis die Route anzeigen, wobei die Kleinlaster nicht durch den Tunnel passen würden. Dann käme es häufiger zu den gefährlichen Wendemanövern.

Ob diese schmale Straße nach dem Ende der K40-Sanierung dauerhaft für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibe, könne noch nicht gesagt werden. "Darüber werden wir nachdenken", so Grimm.