Partnerschaft: Verliebt durch den Alltag

Das Verliebtsein ist eines der schönsten Gefühle, die man haben kann. Man schwebt auf Wolke sieben durch den Alltag, spürt Schmetterlinge im Bauch und könnte nicht glücklicher sein. Irgendwann geht die anfängliche Neugierde der Kennenlernphase in ein Gefühl von Vertrautheit über. Auch wenn so mancher befürchtet, dass nun Langeweile einkehrt: Man sollte nicht unterschätzen, wie gut dieses Gefühl von Sicherheit tun kann. Schließlich hat man eine Person, auf die man in jeder Lebenslage zählen kann. Und mit ein paar Tipps lässt sich auch die romantische Aufregung zurück in den Alltag holen.

Knistert es zwischen zwei Menschen, dann ist die erste gemeinsame Zeit von einer großen Anziehungskraft geprägt. Aufgrund der intensiven Vertrautheit empfindet manch einer seinen Partner gar als "Seelenpartner". Laut Viversum handelt es sich bei einer solchen Beziehung um karmische Liebe: Man fühlt sich so stark zu einer Person hingezogen, dass man nichts dagegen tun kann. Doch unabhängig davon, wie stürmisch oder spirituell eine Beziehung zu Anfang ist, irgendwann ist auch diese im Alltag angekommen.

Allerdings muss dies nicht bedeuten, dass nun langweilige Routine droht. Dass man beispielsweise irgendwann nicht mehr von "ich" spricht, sondern von "wir", werten Forscher der Universität von Kalifornien als gutes Zeichen. Diesen Schluss ziehen sie aus einer im Journal of Social and Personal Relationships veröffentlichten Meta-Untersuchung, genauer einer Auswertung von 30 Studien mit über 5.000 Teilnehmern zu Beziehungen sowie psychischer und körperlicher Gesundheit. Das grundlegende Ergebnis: Benutzt man das Wort "wir", macht dies den Partner glücklich. Denn das Wort vermittelt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das vor allem in Zeiten von Stress und Konflikten wichtig ist.

Wer dieses Gefühl von Zugehörigkeit zu schätzen weiß, muss trotzdem damit zurechtkommen, dass sich irgendwann der Alltag in der Partnerschaft einstellt. Zwar lassen nicht unbedingt die Gefühle für den Partner nach, aber die Aufmerksamkeit nimmt ab: Man vertraut sich blind, doch die aufregenden Momente der anfänglichen Verliebtheit werden weniger. Experten sind sich einig, dass der Alltag ein harter Test für die Liebe ist, weshalb man aktiv dafür sorgen sollte, dass die Romantik erhalten bleibt - beispielsweise, indem man seinem Partner durch kleine Gesten seine Zuneigung zeigt. Es muss nicht immer der üppige Blumenstrauß sein, auch kleine Zettel mit lieben Worten oder die Lieblingsschokolade des Partners können authentisch die Liebe zeigen.

In stressigen Lebenssituationen kommt es zudem vor, dass man weniger Zeit miteinander verbringt. So fällt mitunter gar der gemeinsame Kaffee am Morgen weg - doch gerade diese kleinen Rituale stärken die Partnerschaft. Deshalb sollte man sich bewusst Zeit füreinander nehmen. Man kann zum Beispiel gemeinsam essen gehen, sich einen Film anschauen oder einfach einen entspannten Abend zu Hause auf der Couch verbringen - solange man sich durch Telefonate oder Nachrichten auf dem Smartphone nicht stören lässt. Gespräche über das, was einen momentan bewegt oder was man kürzlich erlebt hat, können das Gefühl der Verbundenheit wieder zurückbringen. Ein besonderer Tipp: Wenn man für gemeinsame Unternehmungen sogar bestimmte Termine festlegt, erinnert das an die Zeit, in der man sich auf Dates näher kennengelernt hat. So hält man die Verliebtheit auch im Alltag lebendig.

Bildrechte: Flickr CouplesWyatt Fisher CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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