WOCHENBLATT-Serie: LEADER-Förderung
Förderung für die Kehdinger "MS Emmi"
- MS Emmi erhält Fördergelder
- Foto: ig
- hochgeladen von Dirk Ludewig
In der WOCHENBLATT-Serie „LEADER-Förderungen in der Region“ werden innovative Projekte vorgestellt, die mit Unterstützung von LEADER das Leben in ländlichen Gebieten verbessern. Diesmal geht es um die historische Segelschute MS Emmi.
Das europäische LEADER-Programm fördert innovative Projekte, die den Alltag der Menschen verbessern, die Wirtschaft stärken und das gesellschaftliche Miteinander beleben. Im Landkreis Stade gibt es gleich drei Leader-Regionen, darunter befindet sich auch die Region Kehdingen-Oste, die sich für Projekte einsetzt, die die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Elbe und Oste fördern. Das Barnkruger Vorhaben „Erhaltung der MS Emmi“ erfuhr jetzt eine finanzielle Unterstützung für die Neugestaltung des Bugruderraums. Neben einem Lagerraum für Gerätschaften und Schiffsausstattung sollen auch zwei hochklappbare Schlafkojen für die Besatzung eingebaut werden.
Die Arbeiten werden rund 8.000 Euro kosten. Gefördert werden gut 4.000 Euro, die Gemeinde Drochtersen trägt gut 1.000 Euro bei. Der Rest kommt vom Förderverein zur Erhaltung der MS Emmi in Assel. Alles soll rechtzeitig zum zehnjährigen Vereinsjubiläum im Juni 2025 fertig sein.
„Emmi“, 1909 als Besanewer „Margaretha“ – eine Segelschute mit zwei Masten und Schwertern – für einen Schiffer in Assel gebaut, ist ein wichtiger Bestandteil des maritimen Erbes an der Unterelbe. Als bedeutendes Kulturgut spiegel ihre Geschichte den Lauf der Zeit an der Unterelbe wider, heißt es in der Begründung zur Förderung. Der Vorsitzende Jan Maaß und sein Stellvertreter Björn Großmann freuen sich riesig über die Unterstützung. Das Geld sei gut angelegt, so die beiden Ehrenämtler unisono. Der Förderverein zur Erhaltung der MS Emmi in Assel e.V. – gegründet im Jahr 2015 – konnte das Schiff mithilfe von Asseler Bürgerspenden erwerben. Und hat sie seitdem in unzähligen Arbeitsstunden und mit eigenen finanziellen Mitteln sowie vielen Spenden „nach und nach modernisiert und instand gesetzt“, so Maaß.
Das ist neu: Seit kurzem können an Bord auch Trauungen angeboten werden. Hochzeiten in maritimer Umgebung sind gefragt. Bisher konnten sich Paare das „Jawort“ nur im Rathaus, in der Heimatstube Hüll, in der Heimatstube Assel und im Bildungszentrum Hüll geben – ausnahmsweise auch am Strand. Manko: Die Trauungen können nicht von einem Kapitän vollzogen werden. Denn in Deutschland dürfen rechtskräftige Ehen nur durch Standesbeamte durchgeführt werden. Darüber ist der gelernte Kapitän Maaß aber nicht enttäuscht. Er freut sich vielmehr, dass Emmi auf diese Weise zu neuen Ehren kommt.
Redakteur:Dirk Ludewig aus Stade |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.