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Der Landkreis Stade hat derzeit den höchsten Inzidenzwert in ganz Niedersachsen

"Enge Zusammenarbeit findet statt"
Brückensanierung: Elbmarscher CDU, Grüne/Piraten und Freie Wähler zum Kooperations-Appell der SPD

An der Elbbrücke (v. li.): die Fraktionssprecher Heiko Scharnweber (CDU), Dörte Land (Gruppe Grüne/Piraten) und Ulf Riek (Freie Wähler)
  • An der Elbbrücke (v. li.): die Fraktionssprecher Heiko Scharnweber (CDU), Dörte Land (Gruppe Grüne/Piraten) und Ulf Riek (Freie Wähler)
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ce. Elbmarsch. "Mir selbst ist es wichtig, dass wir es schaffen, über Partei- und Landesgrenzen hinweg an Lösungen zu arbeiten." Das erklärte Kathrin Bockey, SPD-Kandidatin für das Amt des Elbmarscher Samtgemeinde-Bürgermeisters, bezüglich der Bemühungen um alternative Elbquerungen während der in 2022 geplanten Sanierungen der Elbbrücke zwischen der Elbmarsch und Geesthacht. Während der Bauphase soll die Brücke voraussichtlich für mindestens acht Wochen gesperrt werden (das WOCHENBLATT berichtete).
Die Kreis-Verkehrskoordinatorin Dr. Susanne Dahm habe - so Bockey - "auf Verwaltungsebene gute Vorarbeit geleistet". Erwogene Möglichkeiten zur Elbquerung wie ein Wasserbus oder eine Fährverbindung würden jedoch hohe Investitionen in Baumaßnahmen bedeuten. Wichtig sei auch die Schaffung passender Anschlüsse für den öffentlichen Personennahverkehr an den Ufern beiderseits der Elbe.
CDU, Grüne/Piraten und Freie Wählern im Rat der Samtgemeinde Elbmarsch reagieren "irritiert" auf Kathrin Bockeys Kooperations-Appell. "Genau diese Zusammenarbeit findet schon sehr lange in diversen Arbeitskreisen und Gruppen statt", erklären die Fraktionssprecher Heiko Scharnweber (CDU), Dörte Land (Gruppe Grüne/Piraten) und Ulf Riek (FW). Fraktionen, Verwaltungen und die Verkehrskoordinatorin würden dabei eng zusammenarbeiten, um die Beeinträchtigungen für Pendler und Gewerbetreibende aus der Elbmarsch so gering wie möglich zu halten.
Auf Druck der Verkehrskoordinatorin und durch eine gemeinsame Resolution mit Unterschriftenaktion hätten die Elbmarscher es in 2020 erreicht, dass Niedersachsen und Schleswig-Holstein die ursprünglich für dieses und nächstes Jahr geplanten Brückenarbeiten auf einen gemeinsamen Termin im Sommer 2022 legten. Durch die parallele Durchführung der Arbeiten habe man die Gesamtdauer der Sperrungen verringert und Zeit gewonnen, um praktikable Lösungen für alternative Elbquerungen zu finden. Es sei inzwischen ein Bündel an möglichen Maßnahmen erarbeitet und zum Teil bereits in die Wege geleitet worden. Dazu zählten die Durchlässigkeit der Brücke für den Fuß- und Radverkehr mit einer Busanbindung auf der jeweils anderen Seite, E-Bike- und E-Roller-Sharingstationen beiderseits der Brücke und der Personentransport über Fähren oder Passagierschiffe.
Zuletzt hatten sich alle Fraktionen dafür ausgesprochen, einer Bürgerinitiative an den Start zu helfen, mit deren Hilfe den Forderungen Nachdruck verliehen werden könnte.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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