Decatur-Brücke: Bürgermeisterin Martina Oertzen soll Gespräche mit DB aufnehmen

Die Decatur-Brücke in Maschen soll abgerissen werden. Einen Neubau kann sich die 
Gemeinde Seevetal nicht leisten
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    Gemeinde Seevetal nicht leisten
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  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Seevetal. Eine neue Brücke als Ersatz für die dem Abriss geweihte Decatur-Brücke kann sich die Gemeinde Seevetal nicht leisten - so lautete der Tenor auf der Sitzung des Wege- und Verkehrsausschusses in Hittfeld. Hier wurden am Montagabend noch einmal die im Dialogverfahren herausgearbeiteten Handlungsoptionen diskutiert. Im Dezember will der Gemeinderat eine finale Entscheidung darüber treffen, ob und welche Alternative für die Brücke geschaffen werden soll.
„Die SPD-Fraktion sieht die Gemeinde aufgrund ihrer Finanzkraft nicht in der Lage, ohne Weiteres eine neue Brücke zu bauen. Das geht nur mit finanzieller Unterstützung“, sagte Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD). Karsten Friedling von der CDU äußerte seine Hoffnung auf ein verträgliches Angebot der Deutschen Bahn, „denn die Gemeinde allein ist mit Sicherheit nicht in der Lage, die Brücke zu finanzieren.“ Auch für Gerhard Nobis (Grüne) war klar: „Wir können uns die neue Brücke nicht leisten. Wir müssen einen Abriss oder eine Entwidmung herbeiführen. Für die Bevölkerung in Maschen und Hörsten fehlt dann eine wichtige Verbindung, dafür müssen wir eine Lösung finden.“ Für den Ausschussvorsitzenden Willy Klingenberg (Freie Wähler) stand gar fest: „Es wird keine neue Brücke geben, auch nicht für Fußgänger oder Fahrradfahrer. Diese Maßnahmen scheiden aus.“
Doch eine so eindeutige Absage an eine Ersatzbrücke wollten die übrigen Ausschussmitglieder nicht erteilen. Besonders Angelika Tumuschat-Bruhn wandte sich gegen Klingenbergs Vorstoß und wies daraufhin, dass etwas anderes besprochen worden sei. In diesem strittigen Punkt konnte auch eine Sitzungsunterbrechung keine Klärung bringen.
Letztlich empfahl der Ausschuss einstimmig, dass der Verwaltungsausschuss die Bürgermeisterin damit beauftragen soll, die Gespräche mit der DB wieder aufzunehmen. Das Ziel soll eine außergerichtliche und gütliche Einigung sein. Außerdem soll Oertzen der DB mitteilen, dass die Gemeinde Seevetal nicht in der Lage sei, einen Neubau zu finanzieren.

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