Das Internet vergisst kein einziges Foto

Gebannt hörten die Schüler dem Dozenten Slawomir Siewior zu
  • Gebannt hörten die Schüler dem Dozenten Slawomir Siewior zu
  • Foto: sb
  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

Präventionsprojekt "Cybermobbing" an der Geestlandschule

sb. Fredenbeck. "Sicher wisst ihr, dass das Internet keine Fotos vergisst. Um euch zu verdeutlichen, was das für euch bedeuten kann, habe ich vor meinem Besuch bei euch mal eure Namen in die gängigen sozialen Netzwerke eingegeben. Schaut mal, was ich da gefunden habe", sagt Slawomir Siewior und startet seine Präsentation.

Durch die Mensa der Geestlandschule in Fredenbeck geht zunächst ein leises Raunen, gefolgt von dem einen oder anderen Aufschrei. "Oh Gott, das bist ja du!" ruft ein Mädchen seiner Freundin zu. Welches Foto sie genau meint - die ausgelassene Partyszene, die beiden sich küssenden Mädchen oder das extravagante Faschingskostüm -, bleibt deren Geheimnis. Selten ist der Einstieg in einen Vortrag "Gefahren des Internets und Cybermobbings" an einer Schule jedoch für die Zuhörer so schockierend.

Präventionstrainer Slawomir Siewior war vergangene Woche bereits zum zweiten Mal Gastdozent an der Geestlandschule in Fredenbeck. Während er in 2016 vor den Acht- und Neuntklässlern sprach, saß in diesem Jahr der siebte Jahrgang im Publikum. "Eigentlich müssten wir mit diesem Präventionsprogramm noch früher einsteigen", sagt Schulsozialarbeiterin Henrieke Burfeindt. "Denn der unbedarfte Umgang mit dem Smartphone, Apps und sozialen Netzwerken beginnt bereits beim Eintritt in die weiterführende Schule."

Die Aktion, die dank finanzieller Unterstützung des Schulfördervereins für die Teilnehmer kostenlos war, gliederte sich in zwei Teile. Bereits Anfang Mai besuchte Dirk Schwarz, Jugendbeauftragter bei der Polizeiinspektion Stade, die Geestlandschule. Auf einer sachlichen Ebene klärte er über Cybermobbing auf und erklärte die rechtlichen Grundlagen. Der Vortrag von Slawomir Siewior war deutlich emotionaler. "Ziel meines Programms ist nicht, dass die Jugendlichen weniger Zeit mit dem Smartphone verbringen", so der Pädagoge. "Denn es ist für diese Generation ein wichtiges Informationsmedium und Kommunikationsmittel. Ich möchte jedoch erreichen, dass die jungen Leute sensibler mit ihren persönlichen Daten umgehen. Denn das kann einerseits zu Mobbing führen oder später bei der Lehrstellensuche Chancen verbauen."
httP://www.stop-the-mob.de

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Panorama
Im Landkreis Stade sind viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert

Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter
Landkreis Stade ordnet ab Samstag strengere Corona-Maßnahmen an

jab. Landkreis. Die Erwartung, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade wieder unter 100 sinkt, hat sich nicht erfüllt. Zwar ist eine große Zahl der neuen Fälle auf einen Ausbruch in vier Betrieben zurückzuführen, doch steigt unabhängig davon auch im übrigen Kreisgebiet die Zahl der Ansteckungen. Der Landkreis ist nun eine "Hochinzidenzkommune" im Sinne der niedersächsischen Corona-Verordnung. Daher treten ab Samstag weitere Einschränkungen durch die Corona-Verordnung in Kraft: • Bei...

Politik
Vorsitzender Dr. Lars Teschke (li.) und Gerd Kruse (beide Verein für gesunden Lebensraum) am Rübenberg bei Ohlendorf. Etwa 150 Meter von ihnen entfernt ist eine 200 Meter hohe 
Windkraftanlage geplant

Naturschutz contra Energiewirtschaft
Wirbel um geplantes 200 Meter hohes Windrad bei Ohlendorf

ts. Ohlendorf. Landwirtschaft, Energiewirtschaft, Wohnen, Gewerbe oder Naturschutz - die Konkurrenz um Flächen ist groß. In Seevetal ist deshalb die Absicht der Enertrag AG mit Sitz in Dauerthal (Brandenburg) umstritten, eine 200 Meter hohe Windkraftanlage am Rübenberg bei Ohlendorf zu errichten. Dazu müsste der Landkreis Harburg genehmigen, dass die Anlage näher an Wald, Wegen und Wohnbebauung heranrücken darf, als es geltende Abstandsregeln vorsehen. Im laufenden Genehmigungsverfahren hat...

Service
Ein Schnelltest gibt Aufschluss, ob man das Virus in sich trägt
3 Bilder

Kostenlose Schnelltests in Apotheken oder Testzentren helfen im Kampf gegen die Pandemie
Mehr Sicherheit im Alltag

(sb). Seit dem 8. März hat jeder Bürger einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Coronatest. Er gilt als wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Pandemie. Denn jede frühzeitig erkannte Infektion trägt dazu bei, das Virus einzudämmen. Finanziert werden die Tests und deren Durchführung vom Bund, für den Bürger entstehen keine Kosten. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird das Personal bereits seit mehreren Monaten regelmäßig auf eventuellen Virenbefall geprüft. Jetzt gibt es das auch...

Blaulicht
Die Zahl der Verkehrsunfälle ist gesunken, die der Unfalltoten jedoch gestiegen
2 Bilder

Zehn Menschen sind 2020 gestorben
Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Stade gesunken

tk. Stade. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Stade ist im vergangenen Jahr um 13,08 Prozent zurückgegangen. Insgesamt ereigneten sich 4.152 Unfälle. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben. Das sind einige der Kennzahlen aus der Verkehrsunfallstatistik 2020. Mit einer sinkenden Gesamtzahl an Unfällen hat auch die Anzahl der Verletzten abgenommen. 126 Menschen wurden schwer und 615 leicht verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten ist dennoch um drei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Fünf...

Panorama
Mit der "Notbremse" soll die Verbreitung des Corona-Virus
verhindert werden

Bei einem Inzidenzwert über 100 sollen künftig bundesweit einheitliche Maßnahmen greifen
Was bedeutet die "Notbremse" für uns?

(as). Liegt der Inzidenzwert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über 100, kommen also in einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner, müssen sich die Menschen in Deutschland auf starke Einschränkungen vor Ort einstellen. Mit der sogenannten bundesweit einheitlichen "Notbremse" sollen Kontakte reduziert und damit das Infektionsgeschehen gebremst werden. Bislang hat jedes Land selbst diese Maßnahmen bestimmt. Das Bundeskabinett hat diese Änderung des...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen