"Anna-Maria" wird zur Außenstelle des Fredenbecker Standesamtes
Trauzimmer in Mulsumer Mühle

Ralf Handelsmann (li.) und Hans-Wilhelm Tiedemann besiegeln das neue Trauzimmer mit ihrer Unterschrift
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  • Ralf Handelsmann (li.) und Hans-Wilhelm Tiedemann besiegeln das neue Trauzimmer mit ihrer Unterschrift
  • Foto: Samtgemeinde Fredenbeck
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sb. Mulsum. Hochzeiten an besonderen Orten sind bei verliebten Paaren stark angesagt. Während die einen von einem romantischen Jawort am Südseestrand träumen oder sich in einem verwunschenen Schloss ewige Liebe und Treue schwören möchten, zieht es andere an besondere Orte in ihrer Heimat. Seit Ende Juni bietet die Samtgemeinde Fredenbeck ebenfalls ein außergewöhnliches Plätzchen für standesamtliche Eheschließungen an. In der historischen Mühle "Anna-Maria" in Mulsum wurde ein romantisches Trauzimmer eingerichtet.

Am 30. Juni unterschrieb Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann einen Nutzungsvertrag mit Vertretern des Mulsumer Heimat- und Kulturvereins. Noch am gleichen Tag fand die erste Trauung in der Mühle statt, die zweite folgt Ende dieser Woche. "Wir freuen uns über die Nachfrage nach unserem schönen Trauzimmer", sagt Hans-Wilhelm Tiedemann, Vorsitzender des Mulsumer Heimat- und Kulturvereins. "Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, etwas Besonderes zu schaffen." Und das ist gelungen. Der antike Tisch, an dem die Trauungszeremonie vollzogen wird, stammt aus dem Haushalt der ehemaligen Mühlenbesitzerfamilie Wülpern. Die rund 25 Stühle im traditionellen Landhausstil für die Hochzeitsgäste wurden nach und nach auf Internetauktionen ersteigert und dann einheitlich mit rotem Polsterstoff neu bezogen. Ein altes Küchenbüfett, Bilder und Accessoires runden das Ensemble geschmackvoll ab.

Mühle mit Leben füllen

Der Mulsumer Heimat- und Kulturverein, der sich seit den 1980er Jahren um die 1843 errichtete Mulsumer Mühle "Anna-Maria" kümmert und diese im Jahr 2019 vom ehemaligen Besitzer Familie Ernst-Wilhelm Wülpern für 30.000 Euro kaufte, möchte die Mühle sowohl als Denkmal und Wahrzeichen erhalten als auch als Ort kultureller Veranstaltungen aufwerten. Unter anderem planen die Mitglieder, ihren Besuchern das Müllerhandwerk von anno dazumal zu zeigen. Zudem sollen Veranstaltungen wie Mühlenführungen, Lesungen, Ausstellungen und kleine Theatervorführungen angeboten werden. Auch Vereins- und Familienfeiern könnten in dem historischen Gebäude durchgeführt werden.

Hierfür fehlt jedoch noch wichtige Infrastruktur von einer Heizung bis zu Wasser und Abwasser. Hier hofft der Verein auf öffentliche Förderung, ein Antrag ist bereits in Arbeit und soll noch diesen Herbst eingereicht werden.

Da in der Mühle derzeit keine Heizung vorhanden ist, sind Trauungen nur in der Zeit von Anfang Mai bis Ende September eines jeden Jahres möglich. Terminabsprachen erfolgen beim Fredenbecker Standesamt bei Madlen Engelhardt (Tel. 04149-91301) oder bei Hans-Wilhelm Tiedemann (Tel. 04762-8359).

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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