Alles für "sein" Undeloh: Albert Homann ist seit einem halben Jahrhundert Bürgermeister

Albert Homann setzt sich seit 50 Jahren für die Gemeinde ein
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Albert Homann ist seit 50 Jahren Bürgermeister der Gemeinde / Festakt am 17. Oktober

as. Undeloh. "Ich bin zum Bürgermeisteramt gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Nie hätte ich gedacht, dass daraus einmal 50 Jahre werden", sagt Albert Homann. Der 81-Jährige ist Undeloher mit Leib und Seele - und lenkt seit 50 Jahren ehrenamtlich als Bürgermeister die Geschicke seines Heimatortes.
Eigentlich wollte Homann 1968 gar nicht für den Gemeinderat kandidieren. "Ich habe zu dem Zeitpunkt gerade das Hotel auf dem Smes Hof eröffnet und war in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Ich hatte keine Zeit für ein weiteres Ehrenamt", erinnert sich Homann. Der Christdemokrat gehörte damals noch keiner Partei an, der Gemeinderat bestand aus einer unabhängigen Wählergemeinschaft. Homann ließ sich zur Kandidatur überreden - und wurde einstimmig zum Bürgermeister gewählt.
Gleich eines der ersten Projekte des gelernten Landwirtes hatte es in sich. Homann sorgte dafür, dass Undeloh 1972 an die Kanalisation angeschlossen wurde - gegen den Widerstand des damaligen Oberkreisdirektors, der stattdessen ein Schwimmbad in Undeloh bauen wollte. Weitere Großprojekte waren unter anderem ein neues Feuerwehrgerätehaus und ein neuer Friedhof.
Homann hat Undeloh ebenso durch ruhige Zeiten gebracht wie durch den Tourismus-Boom der 1980er Jahre. "Zur Heideblüte hatten wir damals so viel Verkehr, dass er sich bis nach Schätzendorf zurückgestaut hat - da war was los!" Auch im Winter war das Heidedorf ein beliebtes Ausflugsziel. Ein Loipenspurgerät wurde vor rund 30 Jahren von Homann für die Gemeinde angeschafft. "Für diese Entscheidung gab es damals nicht nur Zustimmung. Aber das Gerät hat sich bewährt." Albert Homann packt gern selbst mit an. Der passionierte Ski-Fahrer lässt es sich nicht nehmen, selbst die Loipen zu ziehen - wenn denn genug Schnee fällt.
Derzeit investiert das schuldenfreie Undeloh kräftig in die Infrastruktur. "Die Instandsetzung der Straßen ist überwiegend abgeschlossen, und die Beleuchtung wird derzeit erneuert", sagt Homann zufrieden. Bis 2021 geht seine Amtszeit noch. Homann hofft, dass sich bis dahin ein Nachfolger findet. "Es wäre schön, wenn sich wieder mehr Kandidaten für das Ehrenamt begeistern können", so Homann. Neben seiner Bürgermeistertätigkeit war Homann unter anderem Gemeindebrandmeister und hat sich in vielen Vorständen engagiert, unter anderem im Verkehrsverein, in der CDU und im Samtgemeinderat, dessen Vorsitz er zehn Jahre lang inne hatte - und nebenbei hat er noch den Familienbetrieb geführt. "Ich weiß auch nicht, wie ich das alles geschafft habe", lacht Homann.
Die Aufgaben des Bürgermeisters haben sich im Laufe der Jahre geändert. "Als ich 1968 anfing, hat der Bürgermeister noch Personalausweise ausgestellt und Lohnsteuerkarten bearbeitet", erinnert sich der 81-Jährige. Nach der Gebietsreform 1972 wurden viele Zuständigkeiten an die Samtgemeinde abgegeben. Trotzdem bleibt noch genug zu tun für den Bürgermeister. "Ich konnte das alles nur machen, weil mich meine Frau und meine drei Kinder im Betrieb sehr unterstützt haben", bedankt sich Homann. Sein Hotel hat Homann in diesem Jahr verkauft - langweilig ist dem umtriebigen Senior trotzdem nicht. Post, E-Mails checken, Schreiben vom Landkreis und Anträge der Ratsherren: "So zwei, drei Stunden bin ich als Bürgermeister täglich am Computer beschäftigt", schätzt Homann. Die feste Bürgersprechstunde hat er abgeschafft. "Wenn die Bürger ein Problem haben, rufen sie an, oder sie kommen direkt vorbei. Bei uns in Undeloh geht es ungezwungen zu", sagt Homann. Er schätzt das gute Miteinander in seinem Heimatort.
• Das Jubiläum des Bürgermeisters begeht die Gemeinde Undeloh am heutigen Mittwoch mit einem kleinen Festakt. Am Samstag, 3. November, wird dann richtig gefeiert: Die Gemeinde lädt ein zu einem Bürgerball in der Heidehalle.

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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