Zwangspause während der Pandemie
Asendorfer Schützen planen neuen Festablauf 2022

Der Leitspruch der Asendorfer: „Wenn’t allerwägen düster ist, in Asendörp schiebt de Sünn.“ Fotos: Schützenverein Asendorf
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sv. Asendorf. Kein Training, keine Veranstaltungen und auch keine neuen Mitglieder: Für die Asendorfer Schützen wie auch für alle anderen Vereine herrschte in den vergangenen anderthalb Jahren Zwangspause. Dabei sind die Asendorfer Schützen so stolz auf die Gemeinschaft in ihrem 117 Mitglieder starken Verein. "Von sieben bis über 80 sind hier alle Altersgruppen vertreten", erzählen die Vorsitzenden Lars Battermann und Martin Schmidt. "Unser Sport wird gemeinsam und generationsübergreifend betrieben, so kommen die Generationen automatisch in Kontakt."
Normaler Schießbetrieb war während der vergangenen Monate nicht möglich. So können sich die Traditionsschützen, die sogenannten Karbonadenkasse, zwar noch sonntags zum Klönen treffen, doch weil sie sich ein Gewehr teilen, muss das Schießen nach wie vor ruhen. "Das Vereinsleben lag brach, die Jubiläen für unseren Spielmannszug und Turnverein mussten 2020 ausfallen", erzählt Präsident Lars Battermann. Doch ganz untätig bleiben wollten die Asendorfer auch nicht. Sie hielten Kontakt mit ihren Mitgliedern und um nicht andauernd nur die schlechten Nachrichten und Absagen auszuhängen, stellten sie ihren Schaukasten als Ausstellungsfläche für Kunstwerke der Asendorfer Kinder zur Verfügung. Vor Kurzem führten sie außerdem einen gut besuchten Sommerspaß mit Spielen und Preisen durch.
Auf ihre 14 Mitglieder starke Jugendabteilung sind die Schützen übrigens besonders stolz. "Als es endlich wieder losging, waren die sofort da", erzählt Battermann erfreut. Die Jungschützen beginnen ab sieben Jahren schon mit dem gefahrlosen Lichtschießen, während die Älteren auch mit dem Luftgewehr trainieren. So erlernen die Nachwuchs-Schützen gleich von Anfang an den verantwortungsvollen Umgang mit den Sportgeräten.
Bis vor wenigen Wochen hatten die Asendorfer Schützen noch geplant, diskutiert und gehofft, dass sie ihr Schützenfest durchführen können. Doch so gerne sie sich auch wieder der Gemeinde gezeigt hätten, aufgrund steigender Inzidenzwerte mussten sie ihr Fest nun wie alle anderen Schützenvereine auch das zweite Jahr in Folge absagen. Dabei warten die Asendorfer schon seit Anfang 2020 darauf, ihr neues Konzept für den Festablauf auszuprobieren. Demnach soll am Sonntag vor dem Schützenfest die Damenabteilung im Mittelpunkt stehen und es findet ein Vorschießen statt. Das Schützenfest wird dann auf zwei Tage komprimiert.
Freitagabends soll das Schützenfest mit dem Kommersabend, der Kranzniederlegung am Ehrenmal und dem Zapfenstreich beginnen. Hier sind zum ersten Mal auch die befreundeten Gastvereine eingeladen.. Den Samstag wollen die Asendorfer mit einem Marsch durch die Gemeinde beginnen, bevor es mit allen hungrigen Bürgern und Schützen zum Essen geht. Nachmittags ermitteln die Herren den neuen Schützenkönig, die Kinder werden mit der Kinderbelustigung sowie dem Kinderkönigsschießen bespaßt und es gibt ein Schießprogramm für alle. Am Abend findet mit Beteiligung der Gastvereine die Proklamation statt.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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